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Akustische Reise im stockdunklen Saal

Geräusche, Laute und Klänge in totaler Finsternis bot das Konzert im Dunkeln am Freitagabend im Kulturkarussell Rössli. Von einem ungewohnten Sinneserlebnis.

Während des Konzerts sass das Publikum im Dunkeln. Erst am Schluss wurde es Licht.
Während des Konzerts sass das Publikum im Dunkeln. Erst am Schluss wurde es Licht.
Michael Trost

Schon in der Bar ist das Kerzenlicht dämmrig. Nachdem ich die Lichtschleuse zwischen Bar und Saal passiert habe, hüllt mich totales Schwarz ein. Meine Augen sind zwar offen, doch ich sehe nichts. Kein einziger Lichtstrahl dringt in meine Wahrnehmung, Tontechniker Jürg Heuberger hat mit dem Verdunkeln des Raums gute Arbeit geleistet. Gut ist darum, dass zwei blinde Platzanweiserinnen uns, das Publikum, in einer Polonaiseschlange in Achtergruppen Schritt für Schritt an die Sitzplätze geleiten. Der Konzertsaal ist mir vertraut. Meinem Empfinden nach müsste ich jetzt auf der Höhe der Bühne sitzen, Blick gen Osten Richtung Bahnhofstrasse. Während unseres Platzierens bimmeln Glöckchen. Bilder einer Alp steigen in mir auf. Das helle Gebimmel ist mal da, mal dort, mal oben, mal unten. Ein unaufdringlicher Duft steigt mir in die Nase.

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