Uetikon

Lobby für Uetikon fordert Aula im Düngerbau

Laut letztem Planungsstand ist die Aula der künftigen Kantonsschule im Osten des Uetiker Fabrikgeländes vorgesehen. Für eine überparteiliche Gruppierung gehört sie aber ins Herz des Areals.

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Anlässlich der Beteiligungsveranstaltung im vergangenen Herbst war der Standort der Aula noch nicht festgelegt. Dennoch stiess der unverbindlich formulierte Vorschlag des Architekturbüros Salewski & Kretz, sie im Düngerbau, also im Zentrum des Fabrikareals unterzubringen, auf positive Resonanz. Laut dem Anfang März vorgestellten Masterplan ist die Aula der Kantonsschule inzwischen im Osten des Geländes vorgesehen.

Mit der Lobby für Uetikon meldet sich nun eine ernst zu nehmende Stimme zu Wort. Sie betrachte die Herausforderung Düngerbau und das in diesem Kontext separat geplante Aula-Gebäude als noch nicht gelöst, schreibt sie in einer Mitteilung. Konkret fordert sie eine Integration der Aula in den Düngerbau und einen Verzicht auf ein separates Aula-Gebäude.

Herzstück des Areals

Die Lobby für Uetikon ist ein Sammelbecken engagierter Ueti­kerinnen und Uetiker – und getragen von fünf Parteien: der CVP, EVP, Grünen, Grünliberalen und SP. Für sie stellt der Düngerbau das Zentrum des Areals dar. «Dieses muss pulsieren, damit ein lebendiges Quartier entsteht.» Für die Lobby ist daher unbestritten, dass die Aula, die auch als Kultur- respektive Multifunktionsraum genutzt werden soll, in den Düngerbau gehört. Es ergebe keinen Sinn, ein neues, separates Aula-Gebäude zu errichten.

Tatsächlich ist der denkmalgeschützte Düngerbau der ehemaligen Chemischen Fabrik punkto Sanierung und Betrieb eine Knacknuss. Das Gebäude wäre viel zu gross für eine alleinige Unterbringung einer Aula. Salewski & Kretz sprachen bei der Vorstellung ihres Richtkonzepts im Herbst auch davon, das Gebäude als Sammelgarage zu nutzen. Diese Idee nimmt die Lobby in ihrer Stellungnahme nicht auf. Sie spricht vielmehr von Dienstleistungen im Fitnessbereich, der Kreativwirtschaft oder der Hotellerie.

Von einem breiten Spektrum an Nutzungen spricht auch Mediensprecher Markus Pfanner von der kantonalen Baudirektion. Die Unterbringung der Aula im Düngerbau sei nicht vom Tisch. Der Masterplan sehe einen Baukörper im Osten des Geländes vor, in dem die Aula untergebracht werden könnte. Sprich: Diesen kann die Schule auch anders nutzen.

Immer noch alles möglich

Pfanner betont, dass der Düngerbau Spielräume biete und auf Ideen und Bedürfnisse reagieren könne, die im Verlauf der Entwicklung auftreten. «Der Nutzungsmix für das Gebäude wird deshalb auf Stufe Masterplan offengehalten.» Diese Offenheit kann selbst auf Stufe Gestaltungsplan, über den die Uetiker Gemeindeversammlung abstimmen wird, noch gewährt werden. Auch über die definitive Nutzung des Düngerbaus werden die ­Ueti­ker Stimmbürger dereinst abstimmen können.

Mit ihrer Stellungnahme stösst die Lobby von Uetikon die Diskussion in einem weiteren Punkt an. Sie äussert sich kritisch zu den geplanten Wohnhäusern im Westen. «Diese sollen nicht als wuchtige Riegelbauten geplant werden, sondern als einzelne Gebäude von unterschiedlicher Höhe, welche den Bau eines attraktiven Quartiers erlauben», verlangt sie. Der Stossrichtung des Anfang März präsentierten Masterplans steht die Lobby aber «grundsätzlich positiv» gegenüber. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.03.2019, 09:19 Uhr

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