Stäfa

Stäfner Stiftung verschafft bedürftigen Kindern Gehör

Die Stäfner Hear the World Foundation versorgt bedürftige Menschen weltweit mit Hörgeräten. In Südafrika passten Spezialisten der Sonova-Stiftung beispielsweise 88 Kindern neue Hörgeräte an.

Louise Sen (links) und Mevina Caviezel waren für die Hear the world-Stiftung in Südafrika.

Louise Sen (links) und Mevina Caviezel waren für die Hear the world-Stiftung in Südafrika. Bild: Moritz Hager

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Louise Sen und Mevina Caviezel sind vor kurzem aus Kapstadt zurückgekehrt. Beide sind begeistert von ihrem Einsatz und demonstrieren dessen Erfolg anhand von Aufnahmen auf dem Handy. Da blicken strahlende Kinder in die Kamera und strecken dabei ihr grünes, blaues, rotes oder gelbes Hörgerät hin.

Fast sieht es so aus, als wären sie stolz für eine derartige Hörhilfe, die sie wie ein Schmuckstück zur Schau tragen. «Sind sie auch, denn mit dem zurück gewonnenen Hören sind sie selbstbewusster und wieder Teil der Gemeinschaft», meint Sen. Sie hat die Reise als Program Manager bei der Hear the World Foundation, die der Hörlösungen-Anbieter Sonova 2006 ins Leben rief, angetreten. «Ziel der Stiftung ist es», wie sie im Gespräch am Hauptsitz in der Stäfner Laubisrüti erzählt, «weltweit bedürftigen Menschen mit Hörverlust, die sich keine hörmedizinische Versorgung leisten können, zu helfen.» Insbesondere kommen Kinder in den Genuss von verbessertem Hören, damit diese sich altersgerecht entwickeln können.

Bessere Zukunftsaussichten

Mevina Caviezel, die Verantwortliche für Nachhaltigkeit bei Sonova und in dieser Funktion als Mitarbeitervertreterin im Beirat der Stiftung, erklärt denn auch den Fokus auf Nachhaltigkeit dieser Projekte: «Kinder mit Hörverlust können ohne Hörgeräte nicht hören, lernen folglich nicht sprechen und haben Mühe in der Schule.» Indem diese Kinder frühzeitig – je früher desto besser – Hörlösungen erhalten, wie Caviezel anfügt, hätten sie bessere Aussichten auf ein Leben ohne Einschränkungen.

Anstatt Partnerprojekte lediglich mit Geld und Hörlösungen zu unterstützen, hat Sonova 2013 für seine weltweit über 14 000 Mitarbeitenden ein Freiwilligenprogramm, das Corporate Volunteering-Programm, auf die Beine gestellt. Damit erhalten Audiologen, also Spezialisten, die Hörgeräte anpassen, aber auch Mitarbeiter mit anderen Qualifikationen, die Möglichkeit, einen Hilfseinsatz wie denjenigen in Südafrika zu leisten und mit ihrem Know-How lokale Projektmitarbeiter vor Ort aus- und weiterzubilden.

88 Kinder wurden in Südafrika mit 151 Hörgeräten ausgestattet. Foto: Hear the World Foundation

So hatten 2017 60 Angestellte die Chance wahrgenommen, während einiger Tage im Ausland im Einsatz zu stehen und «somit zusätzlich Gutes zu tun», wie Loiuse Sen festhält. Um die Ernsthaftigkeit solcher Freiwilligeneinsätze, die von Sonova finanziert werden, zu rechtfertigen, müssten die Mitarbietenden selber Ferientage beisteuern.

Bunte Hörgeräte für Kinder

In Kapstadt standen vier Audiologen – ein Deutscher, eine Engländerin und zwei Amerikanerinnen – während vier Tagen mit ihrem audiologischem Equipment im Einsatz, um in der Partner-Schule 88 Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren Hörgeräte anzupassen. Das Schulzentrum, das Kinder bedürftiger Familien aufnimmt, hat sich vor einem Jahr gemäss Sen bei Sonova für eine Unterstützung beworben.

Mit ihrem Besuch hat die Projektleiterin sich von der Seriosität deren Engagement persönlich überzeugen können. «Die Freude der Kinder», erzählt sie, «wenn sie ihr neues Hörgerät im Ohr präsentieren, ist riesig.» Die kleinen Südafrikaner tragen die bunten Geräte mit sichtlichem Stolz, wie die eingangs erwähnten Bilder beweisen. Die Schule hatte eigens um farbige Hörgeräte gebeten, so Louise Sen. 88 Kinder wurden an diesen vier Tagen mit Hörgeräte der neuesten Generation ausgestattet. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 08.08.2018, 15:25 Uhr

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