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Stäfner Regisseur geht bei den Oscars leer aus

In der Nacht auf Montag entschied sich, ob der Bezirk Meilen einen Oscar-Preisträger feiern darf: Doch Stäfner Regisseur Timo von Gunten ging mit seinem Kurzfilm leer aus.

Das Team um den Jung-Regisseur Timo von Gunten (zweiter von rechts) kann keines der begehrten Goldmännchen nach Stäfa bringen.
Das Team um den Jung-Regisseur Timo von Gunten (zweiter von rechts) kann keines der begehrten Goldmännchen nach Stäfa bringen.
Keystone

Der 27-jährige war mit seinem Film «La femme et le TGV» in der Kategorie «Bester Kurzfilm» nominiert. Der Oscar für den besten Kurzfilm ging jedoch an «Sing» von Kristof Deák aus Ungarn.

Doch gelohnt hat sich die Nomination für Timo von Gunten allemal: Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, darf der Stäfner Jung-Regisseur sein Können beim Feature-Film «Eiffel» unter Beweis stellen. «Eiffel» soll ein Film über das Leben des berühmt berüchtigten Betrügers und Hochstaplers Victor Lustig werden. Lustig wurde weltweit als «der Mann, der den Eiffelturm zweimal verkaufte» bekannt. Wie die amerikanische Zeitschrift «Holywood Reporter» schreibt, sei Silverstar Media, das Filmstudio welches «Eiffel» umsetzen möchte, durch den Kurzfilm «La femme et le TGV» auf den Stäfner aufmerksam geworden.

Ein helvetischer Gewinner

«The Jungle Book» gewann die Auszeichnung in der Kategorie «Visuelle Effekte». Damit holte einer der Schweizer Beteiligten einen Academy Award. Andrew R. Jones war zusammen mit Robert Legato, Adam Valdez und Dan Lemmon nominiert. Der 44-jährige Jones hat seit 2012 neben dem amerikanischen auch das Schweizer Bürgerrecht und wohnt in Fürigen NW.

Zwei weitere nominierte Filme mit Schweizer Beteiligung gingen dagegen leer aus. Auch «Ma vie de Courgette» des 44-jährigen Wallisers Claude Barras in der Sparte Bester Animationsfilm hatte das Nachsehen gegen «Zootopia». Die minoritäre Schweizer Co-Produktion «I Am Not Your Negro», ein Dokumentarfilm über die Rassendiskriminierung in den USA, erzählt aus der Sicht vom afroamerikanischen Schriftsteller James Baldwin (1924-1987). Der Film wurde von den Genfer Produzenten von «Close up Films» co-produziert, unterlag aber in seiner Kategorie dem Werk «O.J.: Made in America».

Falscher Film-Gewinner vorgelesen

Die Oscars sind mit einer Riesenpanne zu Ende gegangen. Beim letzten Preis der Gala, der Königskategorie bester Film, wurde zunächst das Musical «La La Land» fälschlicherweise als Gewinner verkündet.

Schauspieler Warren Beatty und Schauspielerin Faye Dunaway gaben den Film von Damien Chazelle als Sieger bekannt. Doch dann korrigierte die US-Filmakademie diese Aussage: «Moonlight hat den Preis als bester Film gewonnen.» In der turbulenten Endphase entschuldigte sich Moderator Jimmy Kimmel für diesen Fehler. Beatty erklärte, auf dem Umschlag habe «Emma Stone, La La Land» gestanden, deswegen habe er kurz gestutzt, bevor er den Namen des Filmes vorgelesen habe. Emma Stone war kurz zuvor als beste Hauptdarstellerin geehrt worden. Vermutlich wurden Umschläge vertauscht.

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