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Stäfner Hafen aus Versehen in Ketten gelegt

Ketten spielen eine historische Rolle am Hafen von Stäfa. Dass zu den historischen Ketten nun auch aktuelle rasseln, ist reiner Zufall - noch dazu mit einem Versehen verbunden.

Was steckt hinter den Ketten am Stäfner Hafen?
Was steckt hinter den Ketten am Stäfner Hafen?
Christian Dietz-Saluz

Was ist denn hier los? Das fragten sich am Mittwoch die Passanten und Schiffspassagiere am Stäfner Hafen. Von einem Tag auf den anderen war plötzlich die Hafenmauer zum Schiffssteg in Ketten gelegt. Auf der ganzen Länge versperrt sie den Zugang zum Wasser. Ob das eine verspätete Absicherung ist, nachdem im Herbst 2016 eine Dame gedankenversunken in ihr Handy geradewegs ins Hafen­becken plumpste?

Gemeindeschreiber Daniel Scheid­egger klärt auf. Die Kette habe nichts mit dem Sturz der Frau in den See zu tun, sondern mit der Stäfner Chilbi. Wenn Hunderte Personen sich auf dem engen Hafenareal tummeln, leistet die Absperrung ei­nen wichtigen Beitrag zur Sicherheit. «Wir bringen diese für die Dauer der Chilbi an, um unfreiwillige Wasserbäder zu vermeiden», teilt Scheidegger mit.

Im Terminkalender geirrt

Allerdings war der Unterhaltsdienst der Gemeinde übereifrig. Er montierte die mobile Absperrung eine Woche zu früh, im Glauben, dass der Slow-up am Sonntag wieder zusammen mit der Chilbi Stäfa stattfindet. Das ist in diesem Jahr nicht der Fall, die Chilbi steigt im Gegensatz zum Slow-up erst am darauffolgenden Wochenende. «Die Kette wird umgehend entfernt und erst wieder unmittelbar vor der Chilbi montiert», meldet der Gemeindeschreiber.

Das wird einen anderen Hafengast beruhigen: Den Stäfner Patrio­ten auf dem Denkmal, der seit über 120 Jahren an den Aufstand gegen die Stadt Zürich von 1795 erinnert – mit gesprengten Ketten an seinen Armen.

Die gesprengten Ketten beim Patriot am Hafen von Stäfa. Bild: Christian Dietz-Saluz.
Die gesprengten Ketten beim Patriot am Hafen von Stäfa. Bild: Christian Dietz-Saluz.

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