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Stäfner Gemeinderat überprüft sein LED-Konzept

Seit 2011 wird in Stäfa die öffentliche Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt. Nun hat der Gemeinderat entschieden, das damalige Konzept zu überprüfen. Er reagiert damit auf kritische Anfragen seitens Bevölkerung – aber nicht nur.

Beleuchtung auf dem Sportplatz Frohberg in Stäfa: Der Gemeinderat will sein Konzept der Beleuchtung öffentlicher Anlagen überprüfen.
Beleuchtung auf dem Sportplatz Frohberg in Stäfa: Der Gemeinderat will sein Konzept der Beleuchtung öffentlicher Anlagen überprüfen.
Archiv Silvia Luckner

Vor sechs Jahren beschloss der Stäfner Gemeinderat ein neues Beleuchtungskonzept. Ausschlaggebend waren die Katastrophe in Fukushima und Spargründe. Der damalige Gemeinderat wollte haushälterisch mit dem Elektrizitätsverbrauch umgehen. Das Konzept sah vor, die öffentliche Beleuchtung auf LED-Lampen umzurüsten.

Wie der Gemeinderat nun mitteilt, hat er eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die eben dieses Konzept überprüfen soll. Hat er 2011 im Zuge Fukushimas überstürzt ein Konzept verabschiedet, das sich nicht bewährt? Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP), damals noch nicht Gemeinderatsmitglied, verneint. «Im Vordergrund stand, mit modernen Technologien Energie und damit auch Kosten einzusparen.» Das Konzept wird aber nicht grundsätzlich in Frage gestellt.

Vier Stunden kein Licht

Die damals eingeführte Praxis, zwischen 1 und 5 Uhr die Strassenbeleuchtung auszuschalten, steht laut Haltner ausser Diskussion. Dass der Gemeinderat aktiv wird, geht unter anderem auf Reaktionen aus der Bevölkerung zurück. So haben sich zwei Bewohner aus Oberhausen mit einem kritischen Brief an die Gemeinde gewandt. Kritik gab es auch im Zusammenhang mit der neuen LED-Beleuchtung der SBB am Bahnhof Uerikon. «Darauf hatten wir zwar keinen Einfluss, aber es zeigt sich, dass das LED-Licht vereinzelt als zu hell empfunden wird», sagt Haltner. Generell nehme die Bevölkerung die laufenden Umrüstung der Beleuchtung an Strassen vermehrt wahr. Erneuert wird dort, wo ein besonderer Bedarf besteht oder ohnehin gerade Sanierungsarbeiten anstehen wie aktuell an der Glärnischstrasse im Abschnitte Tränkebach- bis Dorfstrasse.

Bis sämtliche Lampen auf dem Gemeindegebiet ausgewechselt sind, dürfte es aber noch einige Jahre dauern. Derzeit sind gut 40 Prozent des Beleuchtungsnetzes umgerüstet. An eine Abkehr von den LED-Lampen denkt der Gemeinderat mit der Überarbeitung des Konzepts nicht. Die Umstellung bringe neben dem Stromspareffekt eine deutlich höhere Langlebigkeit der Infrastruktur. Diese schlage sich sich in einem geringerem Unterhaltsaufwand nieder.

Prüfung von Alternativen

Die LED-Technik hat sich seit 2011 weiter entwickelt. «Der Fortschritt ist selbst in wenigen Jahren gross», sagt Haltner. So seien die LED-Lampen inzwischen mit deutlich wärmerem Licht erhältlich. Der Gemeinderat will die aktuelle Strategie überprüfen und wo nötig ergänzen. Es soll eine Ausführungslösung gefunden werden, die sich stärker auf die unterschiedlichen Bedürfnisse für die öffentliche Beleuchtung adaptieren liesse.

Dazu gehören die Abklärung von Lampentypen, deren Licht näher an jenem früherer Lampen liegt. Zur Diskussion stehen ausserdem die Dimmbarkeit der Lampen, Bewegungssensoren, der Einbau in das Smart-Grid-Konzept der Gemeindewerke und die Einteilung der Gemeinde in spezifische Sektoren .

An Bedingungen geknüpft

Die Überprüfung ist an Bedingungen geknüft. So soll am Energiesparpotenzial nicht gerüttelt werden. Auch dürfen keine wesentlichen neue steuerfinanzierte Zusatzkosten für die Gemeinde entstehen. Die eingesetzte Arbeitsgruppe steht unter der Leitung von Tiefbauvorsteherin Claudia Hollenstein (GLP). Die fachliche Begleitung erfolgt durch die Gemeindewerke. Mit dem Bericht der Arbeitsgruppe ist im März 2018 zu rechnen.

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