Stäfa

Stäfa bekommt «Plauder-Bänkli»

Der Stäfner Verkehrsverein will vier Bänke zu «Plauder-Bänkli» umfunktionieren. Dort sollen die Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Eine der Sitzgelegenheiten im Stäfner Hafen soll gemäss den Plänen der Gemeinde zu einem «Plauder-Bänkli» umgewandelt werden.

Eine der Sitzgelegenheiten im Stäfner Hafen soll gemäss den Plänen der Gemeinde zu einem «Plauder-Bänkli» umgewandelt werden. Bild: Archiv Sabine Rock

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Den idyllischen Zürichsee im Blick, eine erfrischende Brise, die durch die Haare geht und dazu noch ein entspanntes Gespräch mit dem Banknachbar. Das ist die Idee des «Plauder-Bänkli», das der Vorstand des Verkehrvereins Stäfa initiiert hat.

Bis im Frühling sollen vier bestehende Bänkli – unter anderem in der Ötiker Haab und beim Seebad Risi – mit Tafeln beschriftet werden, die darauf hinweisen, dass man auf dieser Sitzgelegenheit ein Gespräch erwarten kann.

Alle werden angesprochen

«Die Idee wurde von einem Vorstandsmitglied eingebracht», berichtet der Präsident des Verkehrvereins Stäfa, Philip Hänggi. Das Mitglied habe von einem ähnlichen Konzept in England gehört. Das Ziel des Projekts ist, soziale Barrieren nieder zu reissen und den Kontakt zwischen den Menschen zu fördern. Auf diesem Weg will der Verkehrsverein einen Beitrag gegen die in der Bevölkerung – oft bei älteren Menschen – immer stärker werdenden Isolation und Einsamkeit leisten, wie es im von Hänggi verfassten Vorwort des Stäfner Veranstaltungskalenders «s’Bescht z’Stäfa» heisst.

Jedoch richtet sich die Aktion nicht nur an die betagte Generation: «Alle Leute sollen sich mehr mit diesem Thema auseinander setzen», hält der Präsident des Verkehrsvereins fest. Der Stäfner ist zudem optimistisch, dass die «Plauder-Bänkli» in der Bevölkerung Anklang finden: «Wir vom Vorstand sind zuversichtlich, dass die Bänkli gebraucht werden», sagt Hänggi.

Auch Konzepte für andere «Bänkli» stehen im Raum. So gibt es die Idee des «Diskussions-Bänkli», auf dem – anders als auf dem «Plauder-Bänkli» – es mehr um angeregte Austausche gehen kann, die sich beispielsweise um aktuelle politische Themen drehen. Daneben wird über die Einführung von «Mitfahr-Bänkli» nachgedacht.

Ideen sind gefragt

Diese sollen Mitfahr-Gelegenheiten in Ortsteile ermöglichen, deren ÖV Verbindungen beschränkt sind. Jedoch sind sowohl das «Diskussions-Bänkli», wie auch die «Mitfahr-Bänkli» noch nicht vollends durchdacht, weshalb noch keine Auskünfte über die Standorte und die Einführung der Bänke gegeben werden können.

Stäfnerinnen und Stäfner können auch eigene Ideen für Bänke einbringen. Jedoch hat sich bislang nur eine Person gemeldet, sagt Hänggi. Trotzdem erntet Hänggi für dieses Vorhaben Zustimmung. «Wir haben bisher viele positive Rückmeldungen bekommen», sagt der Stäfner.

Erstellt: 12.02.2020, 15:01 Uhr

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