Hombrechtikon

Spitex bleibt weiterhin dem Alterszentrum Breitlen unterstellt

Der Gemeinderat hat entschieden, die Spitex organisatorisch definitiv der Alterszentrum Breitlen AG anzugliedern.

Die Spitex Hombrechtikon wird auch künftig von der Alterszentrum (AZ) Breitlen AG betrieben.

Die Spitex Hombrechtikon wird auch künftig von der Alterszentrum (AZ) Breitlen AG betrieben. Bild: Archiv Manuela Matt

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Der Betrieb der Spitex Hombrechtikon ist definitiv gesichert. Wie der Gemeinderat mitteilt, wird die Pflegeorganisation auch künftig von der Alterszentrum (AZ) Breitlen AG betrieben. Damit wird aus einer Zwischenlösung ein definitiver Entscheid.

Bereits im Herbst 2018 hatte der Gemeinderat die Spitex Hombrechtikon und deren Aufgaben an die AZ Breitlen AG übertragen. Damals allerdings nur vorläufig und im Sinne einer Übergangslösung.

Aber ganz von Vorne: Im Juni 2018 hatte sich die Hombrechtiker Stimmbevölkerung für die Eigenständigkeit des Alterszentrums Breitlen ausgesprochen. Sie sprachen sich damit gegen eine Privatisierung und die Abgabe an die Tertianum-Gruppe aus. Darauf gab der Gemeinderat im November die Gründung der gemeinnützigen Alterszentrum Breitlen AG bekannt. Diese ersetzte die kommunale selbständige Anstalt für Gesundheit und Alter, Hom'care.

Vier Varianten geprüft

Bei der Urnenabstimmung ausgeklammert wurde jedoch die Spitex. Diese war bis zu diesem Zeitpunkt der Hom'Care unterstellt. Die neue Aktiengesellschaft hatte diesen Auftrag jedoch nicht. Um den Spitex-Betrieb dennoch sicherzustellen übernahm die AZ Breitlen AG diese Aufgabe vorläufig.

In der Folge prüfte eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Eugen Gossauer (FDP), Gemeinderat und Verwaltungsrat der Alterszentrum Breitlen AG, verschiedene Varianten zur organisatorischen Angliederung der Spitex Hombrechtikon. Wie Eugen Gossauer in der neusten Ausgabe des «Breitlen aktuell» erklärt, standen vier Varianten zur Debatte: der Verbleib bei der AZ Breitlen AG, der Anschluss an einen öffentlichen Spitex-Verbund, die Fusion mit einer privaten Spitex-Organisation aus der Region und die Verselbständigung.

Attraktiver Arbeitgeber

Wie die Gemeinde nun mitteilt, sei die Arbeitsgruppe zum Schluss gekommen, dass ein Verbleib in der Alterszentrum Breitlen AG für Hombrechtikon die beste Lösung sei. «Die ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung kommt so weiterhin aus einer Hand und es fallen keine hohen Umstrukturierungskosten an», führt die Gemeinde den Entscheid aus.

Eugen Gossauer sieht noch einen weiteren Vorteil: «Das enge Miteinander von ambulanter und stationärer Versorgung erleichtert Aus- und Weiterbildungen.» Das trage dazu bei, dass das Breitlen ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. Für die Spitex selber, deren Kundinnen und Kunden, die Mitarbeitenden und auch für die Alterszentrum Breitlen AG bedeute der Entscheid indes vor allem eines: Klarheit und Kontinuität.

An der Gemeindeversammlung im Juni will der Gemeinderat die Stimmberechtigten detailliert über die Hintergründe, die zum Entscheid über den Verbleib der Spitex bei der AZ Breitlen AG geführt haben, informieren. Ursprünglich hatte er sogar angenommen, dass die Versammlung den Vorschlag zu genehmigen hat. Eine rechtliche Abklärung habe jedoch ergeben, dass der Gemeinderat selber für einen definitiven Entscheid zuständig ist. (fse)

Erstellt: 23.04.2019, 17:14 Uhr

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