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SP-Antrag blieb an Meilemer Gemeindeversammlung chancenlos

Die Frage, wie Milizämter zu honorieren sind, sorgte an der Meilemer Gemeindeversammlung für Gesprächsstoff.

Gemeindeversammlung unter freiem Himmerl. Der markante Anbau am Meilemer Gemeindehaus bot dafür die passende Kulisse.
Gemeindeversammlung unter freiem Himmerl. Der markante Anbau am Meilemer Gemeindehaus bot dafür die passende Kulisse.
Michael Trost

Die Landsgemeinde, eine Versammlung der stimmberechtigten Bürger unter freiem Himmel, ist die Ur-Form der direkten Demokratie in der Schweiz. Nach diesem Vorbild fand die Meilemer Gemeindeversammlung am Montag zum ersten Mal auf dem Dorfplatz statt. Neben der Bauabrechnung des Zentrumsprojekts Mezzetino standen drei weitere Geschäfte auf der Traktandenliste.Sie wurden allesamt im Sinne der Behörde genehmigt.

Für Diskussionen sorgte am ehesten noch die Revision der Behördenentschädigung. Die entsprechende Verordnung war anzupassen, weil Meilen eine neue Gemeindeordnung hat, die zum Teil verkleinerte Behörden vorsieht. Aus der Revision resultieren Minderkosten von jährlich 42'000 Franken.

Von Fanfare begleitet

Die SP Meilen fand, man solle diese Einsparung gleich wieder den Behördenmitgliedern zukommen lassen, um die zum Teil aufwändigen Ämter besser zu honorieren. Der Antrag sei deshalb an den Gemeinderat zurückzuweisen. Dagegen votierte die FDP mit dem Argument, die Parteien sollten lieber untereinander diskutieren, wie bessere Entschädigungen für die Milizpolitiker möglich seien. Der Antrag der SP blieb in der Abstimmung chancenlos, womit das Geschäft wie vorgelegt angenommen war.

Eine neue Gebührenverordnung und neue Finanzierungsgrundsätze für den Musikschulunterricht wurden ebenfalls abgesegnet. Vor letzterem Geschäft erklangen eindrücklich das Perkussionsensembles der Jugendmusikschule Pfannenstiel, zu deren Trägergemeinden Meilen gehört. Mit der «Pfannenstiel Fanfare» war der urdemokratische Anlass würdig begleitet.

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