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Sonova stoppt Aktien-Rückkauf – und stürzt an der Börse ab

Der Hörsysteme-Hersteller unterbricht den Kauf eigener Aktien wegen Coronavirus-Unsicherheiten. Der Aktienkurs ist eingebrochen.

Sonova hat seinen Geschäftssitz in Stäfa.
Sonova hat seinen Geschäftssitz in Stäfa.
Keystone

Sonova hat sein laufendes Aktienrückkaufprogramm am Montag ausgesetzt. Nach Angaben des weltweit führenden Herstellers von Hörlösungen handelt es sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme, welche die kurzfristigen Unsicherheiten hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus widerspiegle.

Das Unternehmen verfüge über eine gesunde Liquiditätslage und habe zusätzlich über bestehende Kreditrahmen Zugang zu Finanzierungen, teilte die Stäfner Industriegruppe mit. Das Aktienrückkaufpogramm wurde am 10. Oktober 2018 lanciert. Es hätte eigentlich bis spätestens am 8. Oktober 2021 dauern sollen. Geplant war ein Rückkauf von Aktien im Umfang von bis zu 1,5 Milliarden Franken.

Absturz an der Börse

Die 1947 gegründete Sonova-Gruppe beschäftigt weltweit mehr als 14’000 Mitarbeitende – davon rund 1000 in der Schweiz – und erzielte im Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende März) einen Umsatz von 2,76 Milliarden Franken sowie einen Reingewinn von 460 Millionen. Mitte Februar hatte Sonova kommuniziert, dass sich das Hörgerätegeschäft seit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Geschäftshalbjahr 2019/20 (per Ende September) stärker als erwartet entwickle.

Das Unternehmen hatte deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20 (per Ende März) erhöht. Die Gruppe erwartet demnach ein Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent. Der dänische Sonova-Konkurrent Demant hat allerdings seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 am Sonntag zurückgenommen. Sonova präsentiert seine Jahreszahlen am 19. Mai. An der Börse stürzten die Sonova-Papiere am Montag im Tagesverlauf bis zu 17,5 Prozent ab.

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