Stäfa

Sonova wächst dank neuer Tochterfirma

Der Hörgerätehersteller Sonova hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 seinen Umsatz deutlich erhöht.

Blick auf den Sitz der Firma Sonova in Stäfa.

Blick auf den Sitz der Firma Sonova in Stäfa. Bild: Keystone

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Sonova hat in den letzten zwei Jahrzehnten ein Netzwerk von Fachgeschäften für audiologische Dienstleistungen aufgebaut. Mit der im Mai angekündigten und inzwischen abgeschlossenen Akquisition von AudioNova macht das Stäfner Unternehmen den nächsten substanziellen Schritt in Richtung voll integrierter Anbieter im Bereich Hörsysteme. AudioNova mit Sitz in Rotterdam ist einer der führenden Verkäufer im Bereich Hörakustik in Europa. Das Unternehmen beschäftigt 1600 Akustiker und betreibt über 1300 Fachgeschäfte in acht Ländern.

Erfreuliches Kundenecho

Allerdings schlugen die Integrationskosten von AudioNova und die Marketingaufwendungen für die neuen Produktlancierungen von Sonova in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende März) auf den Gewinn. Nach Angaben von Sonova dürfte die Übernahme in den kommenden zwei bis drei Jahren zu einmaligen Transaktions- und Integrationskosten in der Höhe 30 Mio. bis 35 Mio. Franken führen, von denen die Hälfte im Geschäftsjahr 2016/17 anfallen soll. Immerhin führte die Einführung einer Reihe von neuen Hörlösungen bei Sonova, über alle Produktmarken hinweg, gegen Ende des ersten Geschäftshalbjahres zu einer markanten Steigerung des Umsatzes. Dabei scheint die Kundenakzeptanz für die neu eingeführten Produkte erfreulich: Sonova-CEO Lukas Braunschweiler zeigte sich gestern anlässlich der Präsentation der Halbjahreszahlen zuversichtlich, dass das Umsatzwachstum im Zuge der positiven Marktreaktion in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres an Fahrt gewinnen werde.

Wachstumstreiber Europa

Im grössten Hörgerätemarkt der Welt in den USA hat Sonova sein Retailnetzwerk im Berichtszeitraum aus Produktivitäts- und Effizienzgründen gestrafft. Der Umsatz in Lokalwährung entwickelte sich indessen unverändert.Die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump im Vorfeld der Wahl abgegebene Drohung, er wolle Obamacare, die Gesundheitsreform in den USA, wieder rückgängig machen, hätte nach Einschätzung eines Sonova-Sprechers im «Regionaljournal» von gestern keinen Einfluss auf die Hörgerätebranche.

Der grösste Wachstumstreiber für Sonova im ersten Halbjahr war erneut die Region Emea (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), mit einem Umsatzplus von 12,2% in Lokalwährungen. Dabei stieg der Anteil am Konzernumsatz von 42 Prozent in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 auf 44 Prozent im Berichtszeitraum. Allerdings führte die Ankündigung der Akquisition von AudioNova zu einer negativen Marktreaktion in Deutschland, die den Umsatz beeinträchtigte.

Erstellt: 14.11.2016, 15:32 Uhr

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