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So teuer ist der Boden am Zürichsee

Eine Erhebung des kantonalen Statistikamtes zeigt, wie teuer der Quadratmeter Boden entlang des Zürichsees ist. An bevorzugten Lagen zahlt man bis zu 5000 Franken.

Die Karte zeigt die geschätzten Bodenpreise für ein Stück Land im Jahr 2015 (Franken pro Quadratmeter). Die Schätzwerte beziehen sich auf eine unbebaute Parzelle (keine Abbruchliegenschaft) von durchschnittlicher Form und Grösse. (Anklicken für grössere Ansicht)
Die Karte zeigt die geschätzten Bodenpreise für ein Stück Land im Jahr 2015 (Franken pro Quadratmeter). Die Schätzwerte beziehen sich auf eine unbebaute Parzelle (keine Abbruchliegenschaft) von durchschnittlicher Form und Grösse. (Anklicken für grössere Ansicht)
Statistisches Amt Kanton Zürich

Wer 2016 im Kanton Zürich ein Einfamilienhaus erwarb, gab dafür im Mittel rund 1,1 Millionen Franken aus. Für eine Eigentumswohnung waren rund 870'000 Franken fällig. Das zeigt eine Erhebung des Statistischen Amtes des Kantons Zürich, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Bei beiden Typen von Wohnimmobilien sind die Preise in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Während ein mittleres Einfamilienhaus im Jahr 2007 noch für weniger als 800'000 Franken zu haben war, lag der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung damals sogar unter 600'000 Franken.

Teurer Zürichsee

Wenig überraschend: Tief in die Tasche greifen müssen die Käufer und Käuferinnen vor allem am Zürichsee: In den meisten Gemeinden entlang des Zürichsees kostete ein mittleres Einfamilienhaus zwischen 1,5 und 3 Millionen Franken. Nur in Stäfa, Hombrechtikon, Richterswil oder Horgen kostete es weniger als 1,5 Millionen Franken.

In Erlenbach oder Küsnacht dagegen lag der Medianpreis für ein Einfamilienhaus bei mehr als 3 Millionen Franken. Zwar war Stockwerkeigentum auch in diesen beiden Gemeinden günstiger als ein Einfamilienhaus, dennoch wechselte jede siebte Eigentumswohnung für mehr als 3 Millionen Franken die Hand.

Bodenpreise: Bis zu 5000 Franken pro Quadratmeter

Eindrücklich sind auch die Bodenpreise, welche das Statistische Amt für die Zürichsee-Region basierend auf den Verkaufszahlen von 2015 errechnet hat (siehe Karte).

In den Goldküstengemeinden Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg und Zollikon kostete ein Quadratmeter Bauland je nach Standort etwa 2500 bis 5000 Franken. Dabei gilt die Faustregel: Je näher an der Stadt Zürich, desto teurer.

Ähnliches gilt für die teuren Pflaster an der «Pfnüselküste»: In Rüschlikon und Kilchberg finden sich kaum noch Parzellen, auf denen der Quadratmeter unter 3000 Franken abgegeben wird.

Ein Mix aus sehr teuer und moderat findet sich in Oberrieden, Horgen, Männedorf, Uetikon und Stäfa. Dort spielt gemäss Statistikamt die Lage des Baulandes (Seesicht, Bergsicht, Anbindung an den Verkehr) eine dämpfende oder steigernde Rolle. Je besser eine Parzelle zum Beispiel an den öffentlichen Verkehr angebunden ist, desto höher fallen in der Regel die Preise aus. So findet sich in Männedorf eine Preisspanne von knapp 1000 bis etwa 2500 Franken pro Quadratmeter.

Günstigeres Bauland noch im oberen Seeteil

Allgemein lässt sich aber sagen, dass die Bodenpreise merklich sinken, sobald man sich seeaufwärts bewegt. Etwa ab einer gedachten Linie Oberrieden-Uetikon finden sich vermehrt Parzellen, auf denen das statistische Amt den durchschnittlichen Bodenpreis pro Quadratmeter auf unter 1500 Franken einschätzt.

Am günstigsten sind die Bodenpreise in Schönenberg, Hütten, Hirzel, Samstagern sowie in Hombrechtikon und Oetwil: In diesen Gemeinden und Ortsteilen, in denen der Immobilien-Boom der letzten Jahre ohnehin nie so stark durchgeschlagen hat, finden sich sogar noch Preise von deutlich unter 1000 Franken pro Quadratmeter.

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