Herrliberg

Senioren meistern Tücken im Umgang mit SBB-App

Die Senioren-Kontaktstelle Triangel hat älteren Personen die Gelegenheit geboten, sich mit der SBB-App vertraut zu machen. Auf Interesse stiess besonders, wie man ans günstigste Billett gelangt.

Gewusst wie, bietet die App viele nützliche Funktionen.

Gewusst wie, bietet die App viele nützliche Funktionen. Bild: Manuela Matt

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Freundliche Assistenten von Triangel, derAnlaufstelle für ältere Menschen in Herrliberg, standen am Montagnachmittag denTeilnehmern an der Einführung in die SBB-App mit Rat und Tat zur Seite. Es gab erst mal Probleme, die Verbindung der Smartphones mit dem WLAN der Kurslokalität im Saal des Alters und Pflegeheims Senevita herzustellen. Heimbewohner fanden sich am Anlass allerdings nicht ein. «Das Thema ist für sie eher ungeeignet», sagte Regula Locher, Leiterin des Triangels. Über die Besucherzahl zeigte sie sich trotzdem erfreut. Am Informationstag waren sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag jeweils alle Plätze an den Tischen besetzt.

Rund 20 Seniorinnen und Senioren nahmen am zweiten Kurs teil. Als Instruktor fungierte der mit der Materie bestens vertraute SBB-Fachmann Beni Zepter, der gleich mal die Alterskategorien in der digitalen Welt in Neudeutsch erklärte: «Die Digital Natives sind mit den Technologien aufgewachsen und in ihrer Benutzung geübt.» Ein Digital Immigrant habe diese erst im Erwachsenenalter kennengelernt. «Und ihr seid die Silver Surfer, für die das Internet nicht selbstverständlich ist.» Der Name habe durchaus mit der ergrauten Haarpracht zu tun.

Wie im Schulzimmer

Beni Zepter erklärte die Theorie mittels Powerpoint-Präsentation, anschliessend wurde an den Smartphones fleissig geübt. Zu Beginn stand das Kennenlernen der Grundauswahl der App im Mittelpunkt. Es folgte das fast schon spielerische Erstellen von Zugsverbindungen von einem Heimbahnhof aus, die unter «zu meinen Reisen hinzufügen» gespeichert wurden. Eine Vielzahl von Optionen waren auf dem kleinen Handybildschirm abzuhaken. Da passierte es: Ein Haken zu wenig wurde zum Verhängnis. Wie im Schulzimmer wurden nun Hände aufgestreckt. Nicht um Fragen zu beantworten, sondern um zu stellen, zum Beispiel – wenn das Rollback nicht gefunden wurde – wie auf die eine oder andere Seite zurückzukehren war. Einigen half dabei das Symbol für die Homepage. Dazu brauchte es einen Klick auf das SBB-Logo mit dem roten Kasten, dem Schweizerkreuz und den Pfeilen.

Viele Extras im Touch-Fahrplan

Bereits einen Schritt weiter im Lernstoff als ihre Kollegen waren Matthias Fürer und Joseph Rüedi. Der Küsnachter und der Herrliberger suchten bereits die beste Zugsverbindung von Küsnacht nach Mailand. «Rein übungshalber», sagte Fürer. Der Touch-Fahrplan war in der Folge rund eine Stunde lang für alle das nächste Studienobjekt. Schritt für Schritt erläuterte der Kursleiter, wie der Fahrplan abzurufen ist und wie man die Zugsverbindungen nachschaut. Er wies zudem auf einige Finessen der App hin. Die Palette reichte vom Fahrplan des Schiffs von Luzern nach Flüelen, über Zugskompositionen mit den Sektoren für den Speisewagen, den Abstellraum für Velos, den Spielplatz im Familienwagen und die Ruhezone in der 1. Klasse, bis hin zum barrierefreien Einstieg für Rollstühle.

Je früher kaufen – desto billiger

Auf grosses Interesse stiess ebenso, wie man an die Sparbillette der SBB gelangt. Weiss man den Reisetermin früh, lohnt es sich allemal, das Ticket sofort zu kaufen. Zwei, drei Tage vor der Abreise bleibt das Ersparte im marginalen Bereich. Erklärt wurden die Seite mit den Zahlungsoptionen und wie man eine Platzreservation vornimmt. Die Seniorinnen und Senioren waren konzentriert, zeigten einander, was sie auf der App entdeckt hatten, und es wurde immer wieder gelacht. Es machte den Anschein, als dass der Kurs sehr hilfreich war. «Jetzt kann ich auch das Billett für meine Frau lösen, wenn wir zusammen den Zug nehmen», hiess es im Rund. Zu hören war ausserdem: «Im Alter will man mehr reisen, darum war der Kurs wichtig.»

Die Seniorenkontaktstelle Triangel Herrliberg bietet auch individuelle Schulungen zum Umgang mit Smartphones an. www.triangel-herrliberg.ch/49/computeria-herrliberg Auch die SBB führt regelmässig Kurse durch. Mehr dazu: www.sbb.ch/schulzug.

Erstellt: 01.05.2019, 18:23 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles