Stäfa

Stäfa ist seiner Schwinghalle einen Schritt näher

Die Sportanlage Frohberg soll um einen Neubau mit Garderoben und einer Schwinghalle erweitert werden. Seit einigen Tagen liegt das entsprechende Baugesuch öffentlich auf.

Der geplante Neubau schliesst an das bestehende Garderobengebäude des FC Stäfa an.

Der geplante Neubau schliesst an das bestehende Garderobengebäude des FC Stäfa an. Bild: Sabine Rock

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Auf dem Frohberg soll es ab Frühling 2021 mehr Platz für Fussballerinnen und Schwinger geben. Nachdem die Stäfner Gemeindeversammlung im vergangenen Juni einen Kredit von 1,84 Millionen Franken für die Erweiterung der Sportanlage guthiess, hat die Gemeinde nun das entsprechende Bauprojekt ausgeschrieben.

Geplant ist ein schlichter zweistöckiger Neubau auf dem heutigen Kiesparkplatz nördlich des Klubhauses des FC Stäfa. Mit einen Zwischenbau, der fortan als Haupteingang dient, werden die beiden Häuser miteinander verbunden. Gemäss den öffentlichen Unterlagen würden im Untergeschoss vier Garderoben mit Duschmöglichkeiten, zwei WC-Anlagen, ein Archiv- sowie ein Techikraum untergebracht. Genutzt würde das Stockwerk hauptsächlich vom FC Stäfa. Dessen bestehendes Garderobengeäbude, welches im Jahr 1981 gebaut und in den Jahren 2001 und 2001 aufgestockt wurde, stösst seit Jahren an seine Grenzen. Vor allem zusätzliche Damengarderoben sind ein dringendes Bedürfnis.

Photovoltaikanlage und Regenwassertank

Derweil ist der Schwingklub Zürichsee rechtes Ufer (SZRU) seit August 2016 auf der Suche nach einem neuen fixen Trainingslokal. Der Klub mit über hundert Aktivmitgliedern hat sich in den letzten Jahren provisorisch in einem Landwirtschaftsbetrieb in Hombrechtikon installiert. Zukünftig soll er im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus auf dem Frohberg ein definitives Zuhause finden. Vorgesehen ist eine 100 Quadratmeter grosse Schwingfläche, je eine Damen- und eine Herrengarderobe mit Dusche, zwei separate WC-Anlagen und ein Foyer zur freien Nutzung, etwa für Zuschauer oder Trainingspersonal.

Des weiteren ist der Baueingabe zu entnehmen, dass auf der gesamten Dachfläche des neuen Gebäudes eine aus Steuermitteln finanzierte, integrierte Photovoltaikanlage geplant ist. Der so produzierte Strom wird gemäss Angaben der Gemeinde ins öffentliche Netz eingespiesen. Ein Regenwassertank mit dem Fassungsvermögen von rund 90 000 Kubikmeter soll ausserdem eine ökologische Platzbewässerung ermöglichen

So soll die Sportanlage aussehen. Visualisierung: PD

Die Kosten für den Neubau belaufen sich gemäss Voranschlag auf rund 2,23 Millionen Franken. Zu den 1,84 Millionen Franken, die die Stäfner Stimmbevölkerung für das Projekt gesprochen hat, kommen 100 000 Franken Eigenleistung des Fussballclubs und weitere 294 000 Franken des Schwingclubs.

Verhandlungen mit Hombrechtikon laufen

Ursprünglich war vorgesehen, dass auch die Gemeinde Hombrechtikon sich am Erweiterungsbau beteiligt. Gemäss einem Vertrag zwischen den beiden Kommunen aus dem Jahr 1981 über den «Ausbau und Betrieb des Sportplatzes Frohberg Stäfa», hat Hombrechtikon einen Drittel und Stäfa zwei Drittel der anfallenden Investitions- und Betriebskosten zu übernehmen. Unmittelbar vor der Stäfner Gemeindeversammlung letzten Juni zog sich Hombrechtikon jedoch aus dem Projekt zurück. Ins Feld wurden finanzielle Gründe geführt.

So beantragte der Stäfner Gemeinderat den Stimmbürgern zuzüglich zu den 1,23 Millionen Franken kurzfristig auch der Anteil der Gemeinde Hombrechtikon von 614 000 Franken zur Vorfinanzierung. Und Gemeindepräsident Christian Haltner (FDP) versprach, man werde mit Hombrechtikon noch einmal «hart verhandeln». Wie Daniel Scheidegger, Gemeindeschreiber von Stäfa, auf Anfrage sagt, hätten die beiden Gemeinden inzwischen Gespräche aufgenommen. Diese hätten aber noch kein konkretes Ergebnis gebracht. «Wir wollen nicht nur die Frage der Beteiligung am aktuellen Projekt klären, sondern gleichzeitig die grundsätzliche Frage der Beteiligung Hombrechtikons an der Sportanlagen Frohberg.»

Das Baugesuch für den Erweiterungsbau liegt noch bis zum 6. Februar bei der Gemeindeverwaltung Stäfa zur öffentlichen Einsicht auf. Gehen innert dieser Frist keine Rekurse gegen das Projekt ein, soll bereits im März mit den ersten Bauarbeiten gestartet werden. Diese dürften gemäss Ausschreibung rund ein Jahr andauern. Damit wäre der Neubau pünktlich zum Kantonalen Schwingfest im Mai 2021, welches ebenfalls auf dem Frohberg stattfinden wird, bereit.





Erstellt: 23.01.2020, 17:19 Uhr

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