Meilen

Schulpavillon in Obermeilen bekommt zweites Stockwerk

Die Meilemer Gemeindeversammlung hat am Montag sämtlichen Anträgen des Gemeinderates zugestimmt. Darunter waren die Jahresrechnung 2017 und ein Kredit für die Aufstockung des Pavillons in der Schulanlage Obermeilen.

Der Pavillon in der Schulanlage Obermeilen soll nächstes Jahr in die Höhe wachsen.

Der Pavillon in der Schulanlage Obermeilen soll nächstes Jahr in die Höhe wachsen. Bild: Patrick Gutenberg

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Einstimmig genehmigte die Meilemer Gemeindeversammlung am Montagabend einen Kredit von 861 500 Franken für die Aufstockung des Pavillons in der Schulanlage Obermeilen. Der Pavillon ist heute einstöckig, ab Frühsommer 2019 soll er zweistöckig werden. Grund für die Vergrösserung ist der wachsende Platzbedarf der Schule und der schulergänzenden Betreuung.

Die Schule braucht künftig den Platz im alten Schulhaus Obermeilen selber. Darum muss dort der Mittagstisch des Vereins für Familienergänzende Einrichtungen weichen. Mit dem neuen Stockwerk des Pavillons schafft die Schule aber Raumersatz.

Tiefen Cashflow bemängelt

Die Jahresrechnung 2017 der Gemeinde Meilen schliesst um 1,52 Millionen besser als budgetiert. Weil die Wirtschaft gut laufe, ­seien auch die Steuererträge gut gewesen, merkte Finanzvorsteherin Beatrix Frey-Eigenmann (FDP) an. Auch die letzte Quellensteuerabrechnung, im Dezember eingegangen, sei für Meilen erfreulich ausgefallen. «Gerne hätte ich meinem Nachfolger eine Formel hinterlassen, wie man das zuverlässiger budgetieren kann», sagte Frey-Eigenmann, die nun nach 12 Jahren als Finanzvorsteherin zurücktritt, zur Quellensteuerabrechnung. Die sei für eine Gemeinde immer eine Art Blackbox.

«Wir leben vom Ersparten», kommentierte sie den Rechnungsabschluss. Ein Cashflow von 2,87 Millionen reiche bei weitem nicht, um Meilens Infrastruktur in ihrem Wert zu erhalten. Dafür seien jährlich rund zehn Millionen Franken nötig, sekundierte sie den Gemeindepräsidenten Christoph Hiller (FDP), der schon in der Informationsveranstaltung direkt vor der Gemeindeversammlung auf diese Zahl hingewiesen hatte.

Es sei ihr noch einmal das ­Augenwasser gekommen, sagte Frey-Eigenmann, als sie zurückblickte auf die Entwicklung seit 2006, als sie die Meilemer Finanzen übernahm: Bei einem Steuerfuss von 82 Prozent (heute 79) betrug der Cashflow damals 18,2 Millionen.

Viel Zustimmung

Die Finanzvorsteherin erntete von den anwesenden 169 Stimmberechtigten kräftigen Applaus – noch grösseren als Gemeindeschreiber Didier Mayenzet erhalten hatte, als der Gemeindepräsident sein erfolgreiches Abschneiden am 70.3-Triathlon am Vortag in Rapperswil erwähnte.

Sehr verständlich brachte Frey-Eigenmann der Versammlung auch die Neubewertung des Verwaltungsvermögens näher, so­dass nach der Rechnung auch diese Vorlage klare Zustimmung fand. In der zu Ende gehenden Legislatur, erwähnte Hiller, sei die Gemeindeversammlung allen 39 Anträgen des Gemeinderats gefolgt. Ausnahme sei der Änderungsantrag im Dezember 2016, bei dem es allerdings um nichts weniger als den Steuerfuss ging.

Klar hiess die Versammlung vom Montag auch die Revision der Gebührenordnung der Gemeinde gut. Abgelehnt wurde hier ein Antrag aus der Versammlung, die Abgabe an den Ökofonds fix auf 0,15 Rappen pro Kilowattstunde festzulegen, statt dem Gemeinderat eine Bandbreite zuzugestehen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 12.06.2018, 10:22 Uhr

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