Schule

Schüler produzieren eigene Risottomischungen

Gymischüler der Kantonsschule Hottingen haben im Rahmen des Schulfachs «Miniunternehmung» handgemachte Risottomischungen hergestellt. Anschliessend haben sie ihr Produkt an verschiedenen Weihnachtsmärkten in der Region verkauft – mit grossem Erfolg.

Die Gymischüler Flurin Tischhauser (links) und Adrian Furrer an ihrem Stand am Markt im Kilchberger Stockengut.

Die Gymischüler Flurin Tischhauser (links) und Adrian Furrer an ihrem Stand am Markt im Kilchberger Stockengut. Bild: Moritz Hager

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Ein Gericht, schnell zu kochen und doch gesund – das war die Idee der fünf Jungunternehmer von «Ratzfatz». Florian Grob, Adrian Furrer, Nic Neuenschwander, Kimberly Feiner und Flurin Tischhauser hatten an der Kantonsschule Hottingen im Rahmen des Schulfachs «Miniunternehmung» die Chance, ihre eigene Firma zu gründen.

«Ratzfatz» ist eine von vielen solcher Kleinfirmen. Das Produkt: Handgemachte Risottomischungen.«Wir kommen selber oft nach einem langen Tag nach Hause, mögen dann aber nicht mehr ewig in der Küche stehen», erklärt Florian Grob, der für die Medienarbeit zuständig ist, die Idee dahinter. «Und das geht längst nicht nur uns so.» Deshalb wollten die fünf Schüler eine ausgewogene, hochwertige Mahlzeit produzieren, die dennoch schnell zuzubereiten ist.

Viele Auflagen

Zwei verschiedene Risottomischungen hat das Team seit dem Start des Projekts im Frühling kreiert: Eine mit Steinpilzen und getrockneten Tomaten sowie eine, die um Saffran, Pinienkernen und Rosinen erweitert wurde. «Alles frische Zutaten aus der Region», verspricht Florian Grob. Ausserdem gebe es in den Ratzfatz-Mischungen keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe. Seit dem Verkaufsstart Anfang November haben die Jungunternehmer über 300 Gläser davon verkauft. Rund 250 alleine vergangenes Wochenende an den Weihnachtsmärkten in Kilchberg, Zollikon und Meilen. «Das hätten wir nie erwartet», freut sich der 18-jährige Florian Grob, der in Meilen lebt.

Rund fünf Lektionen pro Woche steckt der Jungunternehmer inzwischen in sein Projekt. An den Wochenenden wird dann jeweils zu fünft stundenlang abgefüllt. Die Produktion ist dabei gar nicht einfach. Wer Nahrungsmittel herstellt und verkauft, muss unter strengen Auflagen arbeiten. Sterile Handschuhe und Mundschutz beim Abfüllen der Mischungen, Auflagen bei der Lagerung, die Berechnung des Mindesthaltbarkeitsdatums – und das Ausfüllen seitenlanger Formulare des kantonalen Lebensmittelamts. Seine Produkte konnte das Team zudem von einem Profikoch des Restaurants Hiltl testen lassen. «Die Kooperation mit einem Profi hat uns sehr geholfen», meint Florian Grob. «Durch sein Feedback konnten wir der Mischung den letzten Schliff verpassen.»

Vom Markt in den Laden

Am 16. Dezember werden die Schüler in Herrliberg den letzten Weihnachtsmarkt in der Region besuchen. Für die Zukunft von «Ratzfatz» haben sich die fünf Jungunternehmer bereits weitere Meilensteine gesetzt. Als erstes ist im Frühling die Lancierung einer dritten Mischung mit Essblumen angedacht. Dann soll das Unternehmen seine Existenz auch auf lange Sicht sichern: «Unser Ziel ist es, eine dauerhafte Absatzstelle zu finden», erklärt Florian Grob. Dafür ist der 18-jährige im Gespräch mit mehreren lokalen Detailhändlern. Der Kilchberger Dorfladen L’angolo sardo hat bereits zugesagt. Mit der Molki Stäfa soll bald auch am rechten Zürichseeufer ein permanenter Vertreiber gefunden werden.

Zudem wollen die Schüler das Abfüllen der Mischungen effizienter gestalten. «Für 100 Gläser brauchen wir zu fünft momentan noch rund fünf Stunden», verrät der Jungunternehmer. Sollte ihr Erfolg anhalten, wird die Produktion von Hand wohl schon bald zu einer echten Herausforderung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.12.2017, 17:19 Uhr

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