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Scharfes Wortgefecht zwischen Unia und SVP

Die Fronten im Abstimmungskampf um die kantonale Initiative gegen Lohndumping sind verhärtet. Dies offenbarte eine Podiumsdiskussion in Uetikon.

Sie diskutierten in Uetikon über die Lohndumping-Initiative: Roman Burger (Unia), Hans-Peter Amrein (SVP), Beatrix Frey-Eigenmann (FDP) und Hanspeter Göldi (SP) (v. o. l.).
Sie diskutierten in Uetikon über die Lohndumping-Initiative: Roman Burger (Unia), Hans-Peter Amrein (SVP), Beatrix Frey-Eigenmann (FDP) und Hanspeter Göldi (SP) (v. o. l.).
Michael Trost

Die diskussionsfreudigsten Kontrahenten verloren die Contenance nicht. Roman Burger, Regionalleiter der Gewerkschaft Unia Zürich-Schaffhausen, und SVP-Kantonsrat Hans-Peter Amrein liessen sich gegenseitig ausreden und sprachen sich höflich mit «Herr Amrein» beziehungsweise «Herr Burger» an.

Ansonsten lieferten sich die beiden einen verbalen Schlagabtausch sondergleichen, dessen Schauplatz am Montagabend der Saal im Restaurant Krone war. Eingeladen hatte Pächter Davide Del Gaudio. Die Diskussion drehte sich um das Thema kantonale Volksinitiative zur Durchsetzung der minimalen Lohn- und Arbeitsbedingungen (Lohndumping-Initiative). Über die von der Unia lancierte Initiative entscheiden die Stimmbürger am 28. Februar an der Urne. Diese betrifft vor allem das Baugewerbe. Vor rund 50 Zuhörern ersuchte Moderator Andreas Schürer (NZZ-Redaktor) Burger um eine Bestandsaufnahme der Missstände auf Zürcher Baustellen. Burger zählte in der Folge die in jüngster Vergangenheit schwerwiegenden Fälle von Lohndumping auf, so jenes «schmierige» Geschäft bei den Arbeiten zur SBB-Baustelle für die Durchmesserlinie am Durchgangsbahnhof Löwenstrasse. «Damals prellte eine Brandschutzfirma etwa 30 Isolateure um einen erheblichen Teil ihres gesetzlichen Lohns.» Inzwischen habe die Firma mehr als eine halbe Million Franken an Löhnen und Sozialversicherungsbeiträgen nachgezahlt.

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