Herrliberg

Roger Federer will Herrliberger Grundstück verkaufen

Diskret wird ein riesiges Grundstück in Herrliberg zum Verkauf ausgeschrieben. Alles deutet auf den Tennis-Maestro hin.

Grosses Medieninteresse als Federer 2012 das Grundstück kaufte: Der damalige Gemeindepräsident Walter Widmer gibt Tele Züri Auskunft.

Grosses Medieninteresse als Federer 2012 das Grundstück kaufte: Der damalige Gemeindepräsident Walter Widmer gibt Tele Züri Auskunft. Bild: Archiv Reto Schneider

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Lange Zeit sah es nach einem Grand-Slam-Titel für Herrliberg aus. Roger Federer, der Maestro persönlich, würde nach Herrliberg ziehen. 2012 kaufte er in der Gemeinde ein Anwesen mit über 5500 Quadratmetern. Das Prestigegrundstück in erhöhter Lage verfügt über unverbaubare Seesicht nach vorne und von hinten sorgt ein angrenzendes Wäldchen für die nötige Privatsphäre. Das Grundstück in der Bauzone erlaubt einen 28 Meter langen und 6,5 Meter hohen Bau. Kurz nach dem Kauf erwirkte Federer ein gerichtliches Verbot, das Un­berechtigten das Befahren und Betreten der Sackgasse an der Laubhölzlistrasse unter­sagt. Ebenso ist es verboten, Film- und Fotoaufnahmen vom Grundstück zu machen.

Doch nun scheint Roger Federer die Lust auf Herrliberg vergangen. Insbesondere weil er sich für ein Grundstück mit Seeanstoss in Rapperswil-Jona interessiert, für das ein baureifes Projekt vorliegt und er sich schon früher von seiner Immobilie in Wollerau trennte.

Nun werden die Verkaufspläne in Herrliberg offenbar konkret: Eine Immobilienfirma bietet für 35 Millionen Franken – Preis nicht verhandelbar – ein Grundstück in Herrliberg zum Verkauf an. Es gibt keine Zweifel, dass es sich dabei um das Federer-Areal handelt. Sowohl die Fläche passt, ebenso wie der zugehörige Beschrieb zur entsprechenden Bauzone und der privaten Zufahrt, aber auch die publizierten Entwürfe für eine Villa.

Villenprojekt möglich

Wer nebst den 35 Millionen Franken nämlich noch ein paar Franken übrig hat, kann sich für rund 19 Millionen Franken auch das dafür passende Villenprojekt mit Glaslift durch eine «Pool-Erlebnisoase» kaufen. Der zuständige Immobilienmakler will sich gegenüber dem «Tages-Anzeiger» nicht zum Verkauf äussern. Auch der Herrliberger Gemeindepräsident gibt sich unwissend. Gaudenz Schwitter (FDP) will die Verkaufsgerüchte nicht kommentieren und sagt: «Letzen Endes ist der Verkauf Privatsache.»

Wäre der Verkauf für Herrliberg also wie ein verlorenes Finalspiel? Nein. Denn die Gemeinde dürfte von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag an Grundstücksgewinnsteuern profitieren, wenn Federer tatsächlich verkauft. Denn der jetzt publizierte Verkaufspreis liegt 10 bis 15 Millionen Franken über dem damaligen Einkaufspreis des Grundstücks.

Erstellt: 03.04.2019, 18:16 Uhr

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