Küsnacht

Rio als Destination – Alaska als Alternative

Das Laientheater Limberg lädt ab Freitag zu seinem neuen Stück «Vo Rio uf Alaska» ein. Die Krimikomödie bietet unterhaltsame Überraschungen und viel Spannung.

Küsnacht, Probe des Laientheaters Limberg mit dem Stück «Vo Rio uf Alaska» im Limbergsaal.

Küsnacht, Probe des Laientheaters Limberg mit dem Stück «Vo Rio uf Alaska» im Limbergsaal. Bild: Sabine Rock

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«Vo Rio uf Alaska» stammt aus der Feder der Schaffhauserin Claudia Gysel, die eine Vielzahl, gerade bei Laientheatern beliebten, Komödien verfasst hat. Aufgeführt wird das Stück vom Freitag bis Sonntag auf der Bühne im Limbergsaal im Küsnachterberg. Die Spielfläche bietet einigen Platz: Das Dekor bildet einen grossen, feudalen Salon im Schloss Falkenstein mit Kronleuchter, Bibliothek, Cheminée und vielen Sitzgelegenheiten. Es braucht so viel Platz, denn das Laientheater Limberg tritt zu zehnt auf und mitunter befinden sich alle Darsteller aufs Mal auf der Bühne. Was an einer der letzten Proben auffällt: Alle Darsteller kommen ausgiebig zu Wort. Jede Rolle ist mit viel Redezeit versehen, auch für die Bediensteten im Schloss, das Dienstmädchen Mary, gekonnt gespielt von Rahel Hüssy und den Gärtner, den Ueli Sollberger gibt.

Letztlich dreht sich aber alles um den Schlossherrn Ferdinand Camenzind, eine Paraderolle für Marcel Barufke, und dessen Ehefrau Polynesia (Rosmarie Schneuwly). Der Gutsbesitzer hat Grosses vor: Er hat zu seiner Testamentseröffnung alle seine erbberechtigen Verwandten eingeladen. Der Einladung folgen skurrile Gestalten wie sein Sohn Willi (Martin Koch), ein protziger Bankdirektor, der aber eher unglücklich ist, weil bald einmal ersichtlich wird, dass er unter der Fuchtel seiner Ehefrau Laura (Esther Rutz) steht. Ferdinands Tochter Sophia (Stefania Schneider) ist hingegen eine scheue Person, die von Ferdinands Nichte Brigit (Karin Wettstein) immer wieder gehänselt wird, Sophia bringt ihren Freund Florian Herzig (Patrick Bischofberger) mit, an dessen Aufrichtigkeit man aber in Zweifel gerät. Dasselbe gilt für Ferdinands Adoptivsohn Oliver (Tobias Freitag).

Allerlei Unerwartetes

Bei der Testamentseröffnung teilt Ferdinand seelenruhig mit, er habe seinen ganzen Besitz verkauft und kündigt an, mit seiner Frau nach Rio de Janeiro auszuwandern, um dort eine ruhige Kugel zu schieben. Für die Erben würde es nur je ein paar tausend Franken absetzen.

Diese Worte erhitzen die Gemüter ordentlich, so trinkt Sohnemann Willi den Champagner nur noch ex aus der Flasche. Die Widerwärtigkeiten setzen sich munter fort. Ferdinand wird entführt, eine Lösegeldforderung trifft ein. Der Untat verdächtig gemacht haben sich mittlerweile einige, allen voran Mary, die sich nun sowohl Florian wie auch Oliver an den Hals wirft. Oder ist der Bösewicht, wie so oft, der Gärtner? Bis zur überraschenden Auflösung des Falls folgt noch eine Vielzahl von humorvollen und spannenden Momenten. Schliesslich wird auch das Geheimnis gelüftet, wieso einige der Darsteller statt nach Rio lieber nach Alaska auswandern würden.

Regie zu zweit

Die Wahl des Stückes traf das Laientheater Limberg selber. Für die Regie engagierte die Gruppe gleich zwei Fachleute, Deborah Loosli und Andreas Bühler. Beide sind sehr angetan von der Zusammenarbeit. Loosli sagt, sie habe als Regisseurin viel dazugelernt, Bühler schätzt den schon fast familiären Zusammenhalt, den das Ensemble auszeichne. Entstanden ist auf jeden Fall ein Stück Theaterkunst. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 29.01.2019, 16:37 Uhr

Infos zu den Vorstellungen


Vorführungen im Limbergsaal beim Schulhaus Limberg, Wangen 3, Forch. Freitag, 1. und Samstag, 2, Februar, 19.30 Uhr, Sonntag, 3. Februar, 14 Uhr, mit Restaurationsbetrieb. Türöffnung eine Stunde vorher. Vorverkauf: Drogerie Ritzmann, Dorfstrasse 65, Zumikon. Weitere Infos: www.laientheater-limberg.ch

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