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Reben und Feigen werden die grauen Betonwände verschönern

Für einmal sind Lärmschutzelemente nicht einfach nur langweilig grau. In Meilen hat die Baudirektion Elemente installieren lassen, die dem Betrachter auch etwas fürs Auge bieten werden.

Bis Ostern bleiben die Lärmschutzelemente noch in einen durchsichtigen Plastik eingepackt – zum Schutz vor Sprayern.
Bis Ostern bleiben die Lärmschutzelemente noch in einen durchsichtigen Plastik eingepackt – zum Schutz vor Sprayern.
Sabine Rock

Riesige Rebstöcke zieren hellgraue Betonelemente. Allein oder zu zweit prangen sie auf Lärmschutzwänden, die seit Mitte Woche entlang der Seestrasse zwischen Meilen und Feldmeilen stehen. Noch stehen die 19 Wände auf einer Strecke von 75 Metern recht nackt da. Bald aber werden die abstrahierten Rebstöcke von echten Feigenbäumen ergänzt. Gemeinsam sollen sie Bezug nehmen auf die nahe Kulturlandschaft der Rebberge.

Verantwortlich für die Aktion unterhalb der General Wille-Strasse 214 bis 226 ist die Baudirektion des Kantons Zürichs. Im Rahmen der Lärmschutzsanierung lässt sie an bestimmten Orten geeignete bauliche Massnahmen installieren.

Besondere Ausgangslage

«Die Situation in Meilen war etwas besonders», sagt Urs Nieffer, Projektleiter Tiefbauamt der Baudirektion. In der Regel müssten nämlich die Lärmschutzelemente mit einer absorbierenden Holzlattung ausgestattet werden — damit der Strassenlärm nicht einfach auf die gegenüberliegende Seite «gespiegelt» wird. Diese Massnahme war in Meilen überflüssig: «Es hat auf der anderen Strassenseite keine Liegenschaften.»

Aus diesem Grund fiel die Wahl auf einfache Betonelemente — welche dafür mehr künstlerische Möglichkeiten zuliessen. Das involvierte Landschaftsarchitekturbüro von Pechmann Landschaftsarchitekten GmbH entwickelte die Idee mit den Reben. Diese wurden in die Betonscheiben eingegossen.

Statt die Elemente vor Ort zu bauen, wie das üblicherweise gemacht wird, liess man sie vorfabrizieren. Das habe zwar im Vorfeld länger gedauert, sagt Urs Nieffer. Dafür seien sie vor Ort viel schneller montiert. «Im Vergleich mit einer konventionellen Bauweise kommt es etwa gleich teuer.» Rund 460 000 Franken kostet die Lärmsanierung — Gärtnerleistung inklusive.

Bis Ostern eingepackt

Diese wird nach den Ostern vorgenommen. Bis dann bleiben die Lärmschutzelemente noch in einen durchsichtigen Plastik eingepackt. «Damit sie nicht von Sprayern verunstaltet werden», sagt Nieffer.

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