Küsnacht

Raubmord im Villenquartier

Eine 73-jährige Frau ist in ihrem Küsnachter Haus beraubt und getötet worden. Das Mordopfer lebte alleine in einer Villa im Ortsteil Goldbach. Die Staatsanwaltschaft meldet die Verhaftung von mehreren Tatverdächtigen.

In diesem Haus im Küsnachter Quartier Goldbach ereignete sich die Bluttat.

In diesem Haus im Küsnachter Quartier Goldbach ereignete sich die Bluttat. Bild: Patrick Gutenberg

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Die Tat liegt fast sechs Wochen zurück. Wie die Oberstaatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich am Freitag mitteilt, wurde die Frau bereits am 21. August von Angehörigen tot in ihrer Liegenschaft in Küsnacht-Goldbach aufgefunden. Ermordet wurde sie am Samstag, 20. August, wie die Ermittlungen ergaben. Als Grund, weshalb der Mord erst jetzt bekannt gegeben wurde, nennt Staatsanwalt Matthias Stammbach «unter anderem ermittlungstaktische Gründe».

Die Untersuchungen des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich, des Forensischen Instituts sowie der Ermittlungen der Kantonspolizei haben ergeben, dass mehrere Täter beteiligt waren. Sie stehen im Verdacht, die Frau in ihrer Villa getötet und beraubt zu haben. Sie hätten «mit körperlicher Gewalt derart auf die Frau eingewirkt, dass diese verstarb», heisst es in der Mitteilung der Oberstaatsanwaltschaft.

Bankkarten führten auf Spur

Die Ermittlungen ergaben auch, dass die Tatverdächtigen mit Bankkarten der Verstorbenen mehrmals Bargeld bezogen. In den letzten Tagen konnten sie festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt werden.

Die Bankkarten hätten «unter anderem» geholfen, die Tatverdächtigen auszuforschen, sagt Stammbach. Zu weiteren Details der Untersuchungsbehörden hält er sich bedeckt. So gibt der Staatsanwalt keine Auskunft über Anzahl, Herkunft, Alter und Geschlecht der Verhafteten. Er will zum jetzigen Zeitpunkt auch keine Angaben machen, ob die Tatverdächtigen polizeibekannt waren oder sie dem Opfer schon früher einmal begegnet sind. Wie Recherchen der ZSZ ergeben, führte die getötete Küsnachterin eine Arztpraxis in Zürich.

Untersucht wird, ob weitere Wertgegenstände aus der Liegenschaft der Ermordeten entwendet wurden. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen «vorsätzlicher Tötung und Vermögensdelikten» eröffnet. Nächste Schritte sind die Auswertung der wissenschaftlichen Ergebnisse, Telefongespräche und Befragungen der Verhafteten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 30.09.2016, 16:46 Uhr

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