Meilen

Polizei verhindert im letzten Moment Telefonbetrug

Die Kantonspolizei Zürich hat am Donnerstagmittag im Bezirk Meilen dank sofortiger Intervention einen Betrugsversuch von falschen Polizisten verhindern können.

Eine 90-jährige Frau ist im Bezirk Meilen von falschen Polizisten hereingelegt worden – die Sache ging aber glimpflich aus.

Eine 90-jährige Frau ist im Bezirk Meilen von falschen Polizisten hereingelegt worden – die Sache ging aber glimpflich aus. Bild: Archiv ZSZ

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Kurz vor Mittag erhielt die Kantonspolizei Kenntnis darüber, dass eine Seniorin im Bezirk Meilen mutmasslich für Telefonbetrüger eine grössere Menge Bargeld bezogen hatte.

Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, konnte die bald 90-jährige Seniorin nach umgehend eingeleiteten polizeilichen Ermittlungen in einem Taxi lokalisiert und kurz vor der geplanten Geldübergabe kontaktiert werden. Massgeblich zur Vereitelung des Betrugs beigetragen hat gemäss Polizei das «vorbildliche Verhalten» einer am Bankschalter tätigen Person.

Über 100 Fälle am Zürichsee seit 2018

Schliesslich kehrte die Frau mit dem Geld – mehrere zehntausend Franken – nach Hause zurück. Sie war eines von zahlreichen potentiellen Opfern, welche diese Woche von unbekannten Betrügern telefonisch kontaktiert worden waren.

Gemäss Angaben der Kantonspolizei sind seit 2018 im Bezirk Meilen insgesamt 65 Personen Opfer einer versuchten oder vollendeten Telefonbetrugsfalle geworden. Im Bezirk Horgen waren es im selben Zeitraum 45.

Um sich vor Telefonbetrügern zu schützen, rät die Kantonspolizei Zürich Folgendes:

  • Überprüfen Sie, ob es sich um ein echte Polizisten handelt, indem Sie selber die Verbindung trennen und sich bei der Polizei (in Ihrer Nähe oder unter der Nummer 117) über die geltend gemachten Vorkommnisse erkundigen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein Hoch- oder in neuster Zeit auch Schweizerdeutsch sprechender Polizist oder Polizistin Sie dazu bringen will, grössere Geldsummen abzuheben, zu zahlen, jemandem zu übergeben oder irgendwo zu deponieren. Ziehen Sie in solchen Fällen zwingend eine Vertrauensperson bei. Keine Polizeiaktion ist derart dringlich oder geheim, dass sie ausschliesslich am Telefon erledigt werden kann.
  • Die Polizei verlangt nie grössere Bargeldsummen; erst recht nicht telefonisch und schon gar nicht für verdeckte Ermittlungen.
  • Polizisten im Kanton Zürich sprechen Schweizerdeutsch – nicht Hochdeutsch!
  • Geben Sie am Telefon niemals persönliche Daten sowie Passwörter bekannt und machen Sie keinerlei Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen.
  • Nehmen Sie Warnhinweise von Bank- oder Postangestellten ernst und erlauben Sie diesen bei geringsten Zweifeln, die Polizei zu verständigen.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe oder geplante persönliche Kontaktaufnahmen umgehend der Polizei auf der Notrufnummer 117.

Weitere Informationen zu dieser Betrugsmasche finden Sie auf www.telefonbetrug.ch (mst)

Erstellt: 29.11.2019, 14:36 Uhr

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