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Pfarrhaus soll elf neuen Wohnungen weichen

Das reformierte Pfarrhaus am Rosenweg soll abgerissen und durch einen Neubau mit elf Wohnungen ersetzt werden. An der Urnenabstimmung vom 25. November befindet die Zolliker Stimmbevölkerung über den hierfür benötigten Baukredit von rund 7,5 Millionen Franken.

Am Rosenweg 8/10 sollen dort, wo heute das Pfarrhaus steht, elf neue Mietwohnungen entstehen. Die Zolliker Stimmbevölkerung entscheidet Ende November an der Urne über den dafür benötigten Kredit.
Am Rosenweg 8/10 sollen dort, wo heute das Pfarrhaus steht, elf neue Mietwohnungen entstehen. Die Zolliker Stimmbevölkerung entscheidet Ende November an der Urne über den dafür benötigten Kredit.
PD/Visualisierung

Im Pfarrhaus am Rosenweg wohnt schon lange kein Pfarrer mehr: Seit Anfangs 2016 wird die Liegenschaft der reformierten Kirchgemeinde Zollikon fremdvermietet. Das 1964 erbaute Einfamilienhaus mit zehn Zimmern entspricht zudem nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Deshalb plant die Kirchenpflege das Einfamilienhaus durch ein neues Mehrfamilienhaus zu ersetzen. Am 25. November befindet die Zolliker Stimmbevölkerung an der Urne über den hierfür erforderlichen Baukredit in der Höhe von rund 7.5 Millionen Franken.

Bereits im Juni 2017 hatte die reformierte Kirchgemeindeversammlung einstimmig beschlossen sich vom Pfarrhaus am Weiherweg 8 im Zollikerberg zu trennen. Nun wird auch die Liegenschaft am Rosenweg 8/10 nicht mehr benötigt. «Auch ohne die beiden Häuser verfügt die Kirchgemeinde noch immer über zwei Pfarrhäuser und eine eigene Pfarrwohnung», sagt Kirchenpflegepräsidentin Hanni Rüegg. Für die in der Kirchgemeinde Zollikon angestellten Pfarrpersonen stünde also nach wie vor genügend Wohnraum zur Verfügung. Zumal immer weniger Pfarrpersonen auch tatsächlich in Pfarrhäusern wohnen wollen.

Mit der 2019 neu in Kraft tretenden Kirchenordnung erhalten Pfarrerinnen und Pfarrer zudem die Möglichkeit ihren Wohnsitz auch ausserhalb der Gemeinde ihrer Tätigkeit zu haben. Künftig muss nämlich nur noch eine Pfarrperson in einer Pfarrliegenschaft in der Kirchgemeinde selber wohnen.

Gestaffelter Baukörper

Eine im Jahr 2015 durch die Zolliker Kirchenpflege in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergab, dass sich am Rosenweg ein Mehrfamilienhaus mit rund zehn bis zwölf Wohnungen realisieren liesse. Darauf wurde im Sommer 2017 ein Projektwettbewerb lanciert. Sechs Architektenteams wurden nach einer Vorprüfung dazu eingeladen, ein detailliertes Bauprojekt auszuarbeiten. Eine Jury, bestehend aus vier Vertretern der Kirchenpflege sowie zwei Experten, entschied sich schliesslich einstimmig für das Projekt «Falter» des Architekturbüros Wild Bär Heule Architekten AG aus Zürich.Das Siegerprojekt überzeuge mit einem nach Süden gestaffelten Baukörper, hiess es damals von Seiten der Jury.

Das Bauprojekt sieht vor, am Rosenweg elf voraussichtlich zweieinhalb- bis viereinhalb- Zimmer grosse Wohnung für alle Alterssegmente zu erstellen. Hinzu kommen zwölf Garagenparkplätze. Die Mietwohnungen sollen in erster Linie den Kirchgemeindemitgliedern vorbehalten bleiben. Die Baueingabe wurde von Seite der Gemeinde bereits bewilligt. Derzeit läuft allerdings noch die Rekursfrist.

2020 Bezugsbereit

Innerhalb der Kirchenpflege ist man guten Mutes, dass sich die Stimmbevölkerung für den benötigten Baukredit von 7.5 Millionen Franken ausspricht: «Wir haben bisher nur positive Reaktionen auf unsere Pläne erhalten», sagt Hanni Rüegg. Bereits hätten sich auch schon einige Wohnungsinteressenten bei ihr gemeldet, fügt die Kirchenpflegepräsidentin an. Läuft alles nach Plan, soll Anfangs 2019 mit dem Abriss des Pfarrhaus begonnen werden. Ende 2020 könnten dann die ersten Mieter in den Neubau einziehen.

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