Meilen

Pfannenstiel-Turm orientiert wieder über die Aussicht

Auf dem Aussichtsturm am Pfannenstiel sind neue Tafeln zum Panorama montiert worden – auch bekannt als Alpenzeiger. Die Urversion war im Dezember plötzlich verschwunden. Die kantonale Baudirektion hat sie jetzt ersetzen lassen.

So sieht der Alpenzeiger auf dem Aussichtsturm aus, mit dem man Berg und Hügel ins Visier (hinten) nehmen kann – wenn es nicht neblig ist.

So sieht der Alpenzeiger auf dem Aussichtsturm aus, mit dem man Berg und Hügel ins Visier (hinten) nehmen kann – wenn es nicht neblig ist. Bild: David Baer

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Ein Augenschein vor Ort bestätigt die erfreuliche Nachricht der kantonalen Baudirektion: Auf der obersten Plattform des Aussichtsturms beim Restaurant Hochwacht sind neue Orientierungstafeln zum Panorama installiert worden. Es handelt sich um einen sogenannten Alpenzeiger.

Es handelt sich um eine orgininalgetreue Kopie des Originals aus dem Jahr 1992. Hergestellt und montiert hat die neue Version die Gravurenfirma von Andreas Dürr in Hombrechtikon. Dank den Orientierungstafeln, die insgesamt 40 Elemente auf allen vier Seiten umfasst, können sich Wanderer und Ausflügler wieder im Detail über die Aussicht informieren – vom Säntis bis zu den Berner Alpen.

Das freut die Ausflügler

Ursprünglich war die Montage des neuen Alpenzeigers schon im Februar geplant gewesen, wie Markus Pfanner von der Medienstelle der kantonalen Baudirektion bestätigte. Sie musste aber wegen des verspäteten Wintereinbruchs mehrmals verschoben werden, weil der Turm oft vereist und der Aufstieg nicht ungefährlich war. Doch am Ende letzter Woche haben Andreas Dürr und seine Helfer die Montage vollzogen – zur Freude der Ausflügler, welche gerade bei schönem Wetter die grossartige Aussicht geniessen wollen. Die Kosten für die Herstellung des Alpenzeiger und die Montage hat der Kanton übernommen.

Zur Erinnerung: Die ZSZ war im November von einem Wanderer aus Männedorf informiert worden, dass die Tafeln des ursprünglichen Alpenzeigers plötzlich verschwunden waren. Es waren Recherchen bei diversen Behörden nötig, um die Gründe für das Verschwinden und den Verbleib herauszufinden. Die Spur führte schliesslich zur kantonalen Baudirektion, die für den Unterhalt des 122 Jahre alten Aussichtsturms zuständig ist, der unter Heimatschutz steht.

Zwei unglöste Rätsel

Die Baudirektion hatte das Original, das zum Teil stark beschädigt und völlig verkritzelt worden war, anfangs Dezember abmontiert, um es zu ersetzen. Dieses Vorhaben ist jetzt vollzogen.

Rätselhaft bleibt laut Markus Pfanner von der Baudirektion, wer für den mutmasslichen Brand auf der Aussichtsplattform im letzten Juli verantwortlich war. Wie die ZSZ berichtete, hatte das Feuer den Einsatz der Feuerwehr nötig gemacht und auf der Aussichtsplattform sowie dem Original-Alpenzeiger Brandspuren hinterlassen. Die Baudirektion hatte deshalb Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Mysteriös bleibt bis jetzt auch, wo die zwei Elemente des der ersten Panoramatafeln verblieben sind, die im letzten Herbst plötzlich fehlten – und mutmasslich gestohlen wurden. (rpf)

Erstellt: 14.03.2016, 16:23 Uhr

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