Stäfa

Peter Vollenweider tritt aus dem Kantonsrat zurück

FDP-Politiker Peter Vollenweider macht einer Wegbegleiterin aus Zollikon Platz.

Zieht sich aus dem Zürcher Kantonsrat zurück: FDP-Parlamentarier Peter Vollenweider.

Zieht sich aus dem Zürcher Kantonsrat zurück: FDP-Parlamentarier Peter Vollenweider. Bild: Archiv ZSZ

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Peter Vollenweider verlässt den Kantonsrat, um sich künftig wieder stärker auf sein Unternehmen konzentrieren zu können. Der FDP-Politiker rückte 2014 für Beat Walti aus Zollikon nach, der in den Nationalrat wechselte. Vollenweider war Mitglied der kantonsrätlichen Finanzkommission, aktuell sitzt er in der Kommission für Wirtschaft und Abgaben und ist Vize-Präsident der FDP-Fraktion im Kantonsrat.

2016 galt er als aussichtsreicher Kandidat für das Präsidium der kantonalen FDP – worauf er dem Parteivorstand aber frühzeitig absagte. Der 46-Jährige Stäfner ist Unternehmensberater und leitet eine Firma mit 12 Angestellten.

Nach genau sechs Jahren im Kantonsrat treten Sie nun zurück. Weshalb?
Die zunehmende berufliche Belastung erlaubt mir nicht, das Amt so auszuüben, wie ich es will. Ich musste deshalb eine Entscheidung treffen.

Sie ist gegen die Politik ausgefallen.
Der Beruf geht vor. Vergangenes Jahr hatte ich beruflich extrem viel zu tun. Darauf musste ich reagieren. Die Unternehmensberatung habe ich vor viereinhalb Jahren mit einem Geschäftspartner gegründet. Es läuft sehr gut, aber wir sind immer noch im Aufbau.

Ist deshalb die Zeit knapp geworden für das Politisieren auf kantonaler Ebene?
Ja. Kantonsrat sein heisst nicht nur jeden Montagmorgen an der Sitzung im Zürcher Rathaus teilnehmen. Am Montag Nachmittag finden die Fraktionssitzungen statt und bislang war mein Dienstag Nachmittag für die Kommission reserviert. Dazu kommt die Zeit, die man braucht, um sich in die Geschäfte einzuarbeiten.

Sind Sie froh, dass Sie die Doppelbelastung künftig nicht mehr haben werden?
Ich finde es vor allem sehr schade, den Kantonsrat zu verlassen. Ich habe die Arbeit im Parlament und in der Fraktion gerne gemacht und viel dabei gelernt. Das Amt war für mich eine Bereicherung. Aber mein Beruf gibt mir auch sehr viel.

Wer erbt Ihren Sitz im Kantonsrat?
Auf mich folgt die Zolliker Schulpflege-Präsidentin Corinne Hoss-Blatter. Es freut mich besonders, dass Sie es ist. Denn ich habe meine politische Laufbahn bei der FDP Zollikon begonnen und da sass Corinne Hoss-Blatter im Vorstand der Ortspartei.

Was bezeichnen Sie rückblickend als Ihre grössten politischen Erfolge in der kantonalen Exekutive?
Im Zusammenhang mit dem Seeuferweg habe ich dazu beigetragen, dass der grösstmögliche Schutz für Eigentümer am See in einem Gesetzesartikel festgeschrieben wurde. Und ich konnte abwenden, dass die finanzielle Unterstützung für die Stiftung Promobil durch den Kanton gekürzt wird. Bis Ende letzten Jahres war ich Präsident der Stiftung. Sie finanziert Fahrten für Menschen mit Behinderung, die wenig Geld haben.

Erstellt: 13.01.2020, 18:35 Uhr

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