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«Mittelmässige» Jahresrechnung einstimmig angenommen

Die Oetwiler Gemeindeversammlung bot zu keinen grossen Diskussionen Anlass. Die Jahresrechnung schloss besser ab als budgetiert. Finanzvorsteher Werner Bosshard (SVP) war trotzdem nicht ganz zufrieden.

Zum beginn der Gemeindeversammlung spielte der Gemeindepräsident Jürg Hess (SVP) auf die enorm tiefe Beteiligung an. Nur gerade 43 Oetwiler fanden ihren Weg am Montagabend in die Breiti-Halle.
Zum beginn der Gemeindeversammlung spielte der Gemeindepräsident Jürg Hess (SVP) auf die enorm tiefe Beteiligung an. Nur gerade 43 Oetwiler fanden ihren Weg am Montagabend in die Breiti-Halle.
Archiv Reto Schneider

Nur gerade 43 Stimmberechtigte nahmen am Montagabend an der Oetwiler Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle Breiti teil. «Somit wird die Mehrheit von 1,597 Prozent entscheiden», spielte Gemeindepräsident Jürg Hess (SVP) auf die geringe Beteiligung an. Beinahe doppelt so viele Stimmberechtigte waren 1998 erschienen, als Finanzvorsteher Werner Bosshard (SVP) zum ersten Mal eine Jahresrechnung präsentierte.

Die Jahresrechnung 2016 weist einen Aufwandüberschuss von 173 000 Franken aus. Dies bei einem Ertrag von 28,34 und einem Aufwand von 28,51 Millionen Franken. Budgetiert war ein Defizit von 625 000 Franken, womit das Ergebnis um 452 000 Franken besser ausfällt. «Trotzdem bin ich mit diesem Resultat nicht ganz zufrieden», sagte Bosshard. Der Cashflow sei wichtiger als eine ausgeglichene Rechnung. Dieser müsse die Höhe der Investitionen erreichen. Davon ist Oetwil weit entfernt: Der Cashflow betrug 656 083 Franken, die Investitionen 1,14 Millionen Franken. Der Selbstfinanzierungsbetrag beläuft sich dadurch auf lediglich 58 Prozent.

Wichtiger Ausgleich

2016 erhielt Oetwil 4,8 Millionen Franken aus dem Ressourcenausgleich. Ein wichtiger Ausgleich, wie Bosshard betonte. Denn ohne diesen müsste Oetwil einen Steuerfuss von 175 Prozent erheben. Einschneidend sind deshalb Bestrebungen seitens des Kantons, die ab 2019 geringere Beiträge zur Folge haben könnten. Für Oetwil würde dies eine Erhöhung um 2 Prozentpunkte zur Folge haben. Sie seien hinter den Kulissen aktiv geworden, um dies zu verhindern, sagte der Finanzvorsteher. Für 2018 soll der Steuerfuss bei 119 Prozent verbleiben.

Erhielten 1998 die Gemeindefinanzen noch die Note 3, gab es am Montag von Bosshard eine 4,5. Die Jahresrechnung wurde einstimmig abgenommen. Auch die Rechnungsprüfungskommission hat sich dafür ausgesprochen. Allerdings verwies deren Präsident Hans Nef (SVP) auf Posten, die es zu überprüfen gelte – etwa das Angebot der Bibliothek. Einstimmig abgenommen wurde auch die Bauabrechnung der Schulküche Blattenacher. Sie war ebenfalls besser ausgefallen als budgetiert.

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