Oetwil

Oetwil stimmt neuer IT-Infrastruktur an Schulen zu

Die Gemeinde Oetwil kann in die Kommunikationsplattformen und die IT-Umgebung an den Schulen investieren und mehr Geld für Behördenmitglieder ausgeben.

Die Oetwiler Schulen können neue Hard- und Software beschaffen, die Gemeindeversammlung gab dafür grünes Licht.

Die Oetwiler Schulen können neue Hard- und Software beschaffen, die Gemeindeversammlung gab dafür grünes Licht. Bild: Marc Dahinden (Symbolbild)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

An der Oetwiler Gemeindeversammlung am Montagabend haben 118 Stimmberechtigte teilgenommen. Sie beschäftigten sich vorab mit zwei Themen: erstens höheren Entschädigungen für Behördenmitglieder – und zweitens der Erneuerung der digitalen Kommunikationsmittel an den Schulen, die mit der Anschaffung neuer Hard- und Software verbunden ist.

Für die Revision der Entschädigungsverordnung (EVO) machte sich Gemeinderat Werner Bosshard (SVP) stark. Die Anpassung der Entschädigungen aus dem Jahr 2009 dränge sich wegen der neuen Gemeindeordnung auf, argumentierte er, und auch wegen der Teuerung gebe es einen Nachholbedarf. Die Anpassung sei aber moderat – und verursache jährliche Mehrkosten von etwa 30 000 Franken. Als Beispiel für die etwas erhöhten Beträge nannte Bosshard die Entschädigungen für die Gemeinderäte: Diese sollen künftig 24 000 statt wie bisher 20 160 Franken pro Jahr erhalten.

Nur noch Pauschalen

Bosshard betonte, dass die Entschädigungen künftig nur noch in Form von Pauschalen ausbezahlt würden. Und die Umstellung bringe für die Verwaltung auch eine Vereinfachung des Systems mit sich. Der Antrag des Gemeinderats wurde mit grosser Mehrheit angenommen.

Für die Modernisierung der digitalen Kommunikation an den Oetwiler Schulen beantragte der Gemeinderat einen Investitionskredit von 375 000 Franken. Die Schulpflege hat dafür ein Konzept erarbeitet, das von Bildungsvorstand Thomas Zeier (SVP) und Schulpfleger Daniel Hasler vorgestellt wurde. Mit dem Konzept setze die Schulpflege die Vorgaben des Lehrplans 21 um, betonte Hasler. Die Investitionen seien nötig, damit man die Schüler optimal auf die digitalisierte Berufswelt vorbereiten könne. Das sei das wichtigste Ziel desdigitalen Medienunterrichts an den Schulen.

Mit den Geldern werden laut dem Antrag des Gemeinderats vor allem Tablets und Laptops für Schüler und Lehrkräfte sowie die nötige Software beschafft. Bis zur Mittelstufe erhält aber nicht jeder Schüler ein Tablet, das ist erst ab der Sekundarschule der Fall. Der IT-Support soll künftig durch speziell geschulte Lehrkräfte sowie durch eine externe Firma erfolgen. Vorgesehen sind auch externe Serverdienste oder Multimedia-Player für jedes Schulzimmer. Die jährlichen Zusatzkosten für den Unterhalt von Hard- und Software bezifferte Hasler auf 66 000 Franken pro Jahr.

Tablets für Schüler

Die RPK bezeichnete das IT-Konzept der Schulpflege als pragmatisch und finanzpolitisch vernünftig. Aus dem Plenum gab es einige Fragen zur Datensicherheit von externen Servern oder zum Sinn von Tablets für die Schüler respektive deren Zahl – ohne dass dabei Grundsatzkritik geäussert wurde. Die Gemeindeversammlung stimmte dem Investitionskredit in der Folge ebenfalls klar zu.

Unbestritten waren als weitere Geschäfte die Bauabrechnung für den Kinderspielplatz Dörfli und die Aufhebung der kommunalen Bürgerrechtsverordnung von 2006. Eigene Regelungen können die Gemeinden hier nur noch in kleinen Bereichen machen, wie Sicherheitsvorstand Namgyal Gangshontsang (parteilos) dazu erklärte. Grund sind die neuen Vorgaben des Bundes und der Kantone, welche die kommunale Verordnungen ablösen.

Kommunal regeln kann Oetwil weiterhin die Gesellschaftstests für volljährige Bewerber für das Bürgerrecht. Diese Tests, etwa zu Deutschkenntnissen oder der Gemeinde Oetwil, sollen gemäss dem Gemeinderat obligatorisch bleiben – mit dem Bildungszentrum BZZ in Stäfa als Prüfungsinstanz. Auch diesem Antrag stimmten die Anwesenden ohne Gegenstimme zu.

Erstellt: 27.03.2018, 08:22 Uhr

Artikel zum Thema

Oetwil will in die Informatik an den Schulen investieren

Oetwil Die Entschädigungen für Behörden und die Förderung der Informationstechnologie sind die wichtigsten Themen an der kommenden Gemeindeversammlung in Oetwil. Zudem geht es um obligatorische Tests vor Einbürgerungen. Mehr...

Nach unruhigen Jahren hofft Oetwil auf mehr Beständigkeit

Oetwil Vor vier Jahren fand ein Exodus aus den Oetwiler Behörden statt, zahlreiche Polit-Neulinge wurden gewählt. Bei den diesjährigen Wahlen ist es umgekehrt: Fast alle Bisherigen treten wieder an. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben