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«Nichts reizt mich so sehr wie das Westernreiten»

In Hombrechtikon befindet sich auf dem Hof Hotwiel ein Westernreit-Idyll. Dort bereitet sich Adrienne Speidel auf die Weltmeisterschaften im «Reining» vor. Eine Sportart, die auch bei uns immer populärer wird.

Adrienne Speidel demonstriert mit ihrem WM-Pferd Punky auf ihrem Hof in Hombrechtikon, wie ein Sliding Stop auszusehen hat.
Adrienne Speidel demonstriert mit ihrem WM-Pferd Punky auf ihrem Hof in Hombrechtikon, wie ein Sliding Stop auszusehen hat.
Michael Trost

Im schnellen Galopp jagt das Pferd diagonal durch die Reit­halle. Dem Zuschauer stockt der Atem: Kann der Braune, der von einer zierlichen Frau mit Cowboyhut geritten wird, rechtzeitig bremsen, bevor er in die Hallenwand donnert? Punky kann – und wie er es kann. Seine Reiterin Adrienne Speidel ruft kurz «Whoa», als der Wallach auch schon seine Hinterbeine schräg in den Boden stemmt, sodass der Sand nach ­allen Seiten stiebt. Bei dem sogenannten Sliding Stop fährt das Pferd im Bruchteil einer Sekunde von hundert auf null herunter. Auch einem Laien dürfte nach dieser Vorführung klar sein, mit klassischer Dressur hat Reining, die Dressurdisziplin des Westernreitens, nichts zu tun. Nicht nur das Outfit von Reiterin und Pferd ­– Punkys Zaumzeug ist neckisch nur über ein Ohr gestülpt –, auch die Art des Reitens unterscheidet sich fundamental vom althergebrachten sogenannten Englisch-Reiten.

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