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Neue Pfarrer für Zollikon und Herrliberg

Am Abstimmungswochenende entscheiden die reformierten Stimmberechtigten in Zollikon und Herrliberg über die definitive Besetzung zweier Pfarrstellen. Ob sie sich künftig auch an der Urne bestätigen lassen müssen, ist ungewiss.

Matthias Dübendorfer aus Herrliberg und Lea Scherler aus Zollikon stellen sich der Urnenwahl ins reformierte Pfarramt in ihrer Gemeinde.
Matthias Dübendorfer aus Herrliberg und Lea Scherler aus Zollikon stellen sich der Urnenwahl ins reformierte Pfarramt in ihrer Gemeinde.
Sabine Rock, Manuela Matt

Beide sind seit August in ihrer Kirchgemeinde, und für beide ist es die erste Stelle in ihrem Beruf nach der Ausbildung: Die Rede ist von Lea Scherler aus Zollikon und Matthias Dübendorfer aus Herrliberg. Die 27-Jährige und der 53-Jährige stellen sich diesen Sonntag, 25. September, offiziell der Urnenwahl ins reformierte Pfarramt ihrer jeweiligen Gemeinde. Mit der Annahme der Wahl tritt Scherler die Nachfolge von Selina Zürrer und Hans-Jakob Schibler an. Neben ihr werden in Zollikon weiterhin Anne-Käthi Rüegg-Schweizer und Simon Gebs wirken. Dübendorfer wird das Amt von Andreas Schneiter erben und sich gemeinsam mit Alexander Heit um Seelsorge und Gottesdienste in Herrliberg kümmern. Beide werden für die Amtsdauer von 2016 bis 2020 gewählt und ihre Stelle mit einem 80- beziehungsweise 90-Prozent-Pensum ausfüllen.

Wiederwahl in vier Jahren

Bis 2010 mussten sich neue Pfarrpersonen wie Scherler und Dübendorfer nur einmal an der Urne zur Wahl stellen – jeweils beim Stellenantritt. Anschliessend erfolgte die Wiederwahl alle sechs Jahre still. Widerstand gegen die erneute Wahl eines Pfarrers musste sich so aktiv formieren. Inzwischen fällt der Entscheid an der Urne: 2010 führte die Reformierte Kirche Bestätigungswahlen ein, die im vergangenen Frühling zum zweiten Mal stattfanden. Ob diese Neuerung Bestand haben wird, ist ungewiss. Im Zuge der Zusammenlegungen von Kirchgemeinden stehen eine Teilrevision der Kirchenordnung und des Kirchengesetzes bevor. «Es ist gut möglich, dass wir zum alten System der stillen Wahl zurückkehren», sagt Nicolas Mori, Pressesprecher der Reformierten Kirche Kanton Zürich. In der Kritik stehen die Bestätigungswahlen wegen der hohen Kosten, aber nicht nur: Es stelle sich die Frage nach der Aussagekraft der Wahl. Alles in allem sind Abwahlen der Ausnahmefall; im Bezirk ist es noch nie dazu gekommen, kantonsweit seit 2012 einmal.

Dass ein Pfarrer die Einsetzungswahl nicht schaffte, hat Mori, der seit 20 Jahren bei der Landeskirche arbeitet, noch nie erlebt. Die Wahl von Lea Scherler und Matthias Dübendorfer ist daher eine Formsache. Warum Dübendorfer von der Informatikbranche zur Theologie wechselte und warum für Scherler Kreativität wichtig ist, zeigen zwei Porträts auf.

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