Zollikon

Neu überwacht eine Kamera dieses Fahrverbot in Zollikon

Ein Wochenendfahrverbot in Zollikon wird immer wieder missachtet. Die Gemeinde hat nun eine neue Überwachungskamera installiert, um die Situation in den Griff zu bekommen.

Das Wochenendfahrverbot auf der Sennhofstrasse zwischen Zumikon und dem Zolliker Sennhof-Quartier wird immer wieder missachtet. Grund für die Gemeinde Zollikon zu handeln.

Das Wochenendfahrverbot auf der Sennhofstrasse zwischen Zumikon und dem Zolliker Sennhof-Quartier wird immer wieder missachtet. Grund für die Gemeinde Zollikon zu handeln. Bild: Screenshot Google Street View

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Am Zollikerberg soll eine neue Kamera gegen Verkehrssünder eingesetzt werden. Die Sennhofstrasse verbindet Zumikon und das Sennhofquartier am Zollikerberg. Sie bildet eine Abkürzung zwischen Zumikon und der Binzstrasse, die eine Verbindung ins Glatttal bildet. Aus Rücksicht auf die Anwohner besteht dort seit den 1980ern an Wochenenden ein Fahrverbot. Dieses wird jedoch oft missachtet, wie Bewohner schon länger klagen.

Eine Verkehrszählung hat ergeben, dass rund 120 Autos und Motorräde trotz Verbot jedes Wochenende hindurchfahren. Das semistationäre Radargerät, welches an manchen Wochenenden aufgestellt wurde, zeigte nicht die gewünschte Wirkung, wie Zolliker Polizeichef und Abteilungsleiter Sicherheit Peter Zimmermann erklärt: «Wenn man mit weniger als 5 km/h vorbeifährt, wird das Gerät nicht ausgelöst. Das fanden die Wochenendfahrer schnell heraus und umgingen so die Busse.»

Zollikon greift nun zu weiteren Massnahmen. Ab Juli 2018 wird an der Strasse eine Kamera in Betrieb genommen, die den Strassenabschnitt überwachen soll.

«Immer dieselben Wochenendfahrer»

Diese wurde eigens zum überwachen von Fahrverboten und Einbahnstrassen konzipiert, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt. Im Gegensatz zu Videoüberwachunen, welche in dem angegebenen Zeitraum konstant ihr Umfeld filmen würde, schiesst diese Kamera nur dann ein Foto, wenn das Verbot missachtet wird. «Ein Infrarotscanner und die damit verbundene Software, macht von jedem am Wochenende vorbeifahrenden Auto ein Bild», sagt Zimmermann. Laut Gemeinde werden die Aufnahmen direkt nach der Bezahlung der Busse wieder gelöscht. Damit würden die Datenschutzrichtlinien eingehalten.

Schon vor zwei Jahren beschwerte sich die Bevölkerung über die Situation. Doch die Gemeinde befand damals, ein besseres Messgerät für 200 000 Franken wäre zu teuer. Die neu installierte «Catchcam» wurde genau zu diesem Zweck entwickelt und kommt auch anderorts im Kanton schon zum Einsatz. Mit gut 30 000 Franken ist sie auch um einiges kostengünstiger. «Für eine Schranke oder ähnliche Hinernisse, reichte der Platz nicht», erklärt Zimmerman. Die Strassen wären zu eng, um wenden zu können.

«Wir hoffen damit dem Problem nachhaltig entgegenzuwirken», sagt Zimmermann. «Die Wochenendfahrer sind immer dieselben.» Die Kamera würde also bald ihre Wirkung zeigen. Auch Zumikon als Nachbargemeinde befürwortet den Entscheid. «Das Problem existiert schon seit Jahren. Dass man dem Abhilfe verschafft finde ich gut und sinnvoll», sagt Gemeindeschreiber Thomas Kauflin.

Die Kamera kommt vorerst an der Sennhofstrasse zum Einsatz. Sie könnte jedoch auch zur Überwachung weiterer Fahrverbote der Gemeinde eingesetzt werden.

Erstellt: 28.06.2018, 15:48 Uhr

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