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Herbe Schlappe für Mörgeli

Der Stäfner SVP-Mann Christoph Mörgeli wird überraschend nicht in den Nationalrat gewählt. Damit ist der Bezirk Meilen noch mit 4 Nationalräten vertreten. Im Bezirk Horgen bleibt alles beim Alten.

Die prominenteste Abwahl im Bezirk Meilen: Christoph Mörgeli wird aus dem Nationalrat verdrängt.
Die prominenteste Abwahl im Bezirk Meilen: Christoph Mörgeli wird aus dem Nationalrat verdrängt.
Keystone

Bisher war der Bezirk Mei­len im Parlament mit fünf Natio­nalräten vertreten. Nach dem gestrigen Wahlsonntag sind es nur noch deren vier. Aller­dings zieht mit dem früheren Schulpräsidenten Daniel Jositsch (SP) ein Stäf­ner in den Ständerat ein.

Bei den SVP-Vertretern im Na­tio­nalrat sind die Karten neu gemischt worden. Christoph Mörgeli (Stäfa) war von Listenplatz 2 gestartet und landete abgeschlagen auf Platz 20. Nach 16 Jahren in Bern hat er damit die Wiederwahl deutlich verpasst. «Welt­wo­che»-Chefredaktor Roger Köp­pel (Küsnacht) machte es umgekehrt: Von Platz 17 schaffte er es bis ganz nach vorn. Wiedergewählt wurde der Meilemer Thomas Matter, der sich um vier Ränge verbesserte. Der auf Plakaten omnipräsente Wolfram Kuoni aus Herrliberg blieb chancenlos. Bei der FDP wurde Beat Walti (Zolli­kon) sou­ve­rän wiedergewählt.

Auf der CVP-Liste vereinte Natio­nalrätin Bar­bara Schmid-Fede­rer (Männedorf) am meis­ten Stimmen auf sich und überholte die vor ihr platzierte Kathy Riklin. Im Rennen um einen Ständeratssitz verpasste die Männedörflerin das absolute Mehr und lan­dete auf dem sechsten Platz.

Im Bezirk Horgen bleibt alles beim Alten

Die bisherigen Vertreter aus dem Bezirk Hor­gen hingegen sind auch die zukünftigen. Den Sprung in den Natio­nal­rat ­haben am Sonntag Hans-­Peter Port­mann (FDP, Thalwil) und Thomas Weibel (GLP, Horgen) geschafft. ­Beide waren auf dem dritten Listenplatz angetreten und verteidigten diesen, was zur Wahl reichte.

Ginge es nach den Bevölke­rungs­zahlen, müsste der Bezirk Hor­gen drei bis vier Natio­nal- räte stellen. Der Sprung in den Natio­nal­rat wurde am ehesten Phi­lipp Kut­ter (CVP) zugetraut. Der Wädens­wiler Stadtpräsident trat auf dem dritten Listenplatz an und wollte für die Partei den vor vier Jahren verlorenen dritten Sitz zurückholen. Weil dies nicht gelang und Kutter nicht an den Bisherigen Barbara Schmid-Fede­rer und Kathy Riklin vorbeikam, blieb ihm der Einzug in den Nationalrat verwehrt. Auch Jürg Trachsel (SVP) durfte sich auf dem ­ 13. Listenplatz Hoffnungen machen, zumal die kantonale SVP neu zwölf Vertreter nach Bern schickt. Der Rich­ters­wiler verlor aber zwei Positionen und schaffte die Wahl nicht. Chancenlos blieben Judith Bellaiche (GLP, Kilchberg) und Julia Gerber ­Rüegg (SP, Wädens­wil).

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