Zum Hauptinhalt springen

Mit Harke und Giesskanne für mehr Lohn

An einem Anlass der Gewerkschaft Unia haben Landschaftsgärtner ihren Beruf vorgestellt und bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Zwei Gartenbau-unternehmer aus der Region haben dafür wenig Verständnis.

Mit Rosen für die Passanten?machten die Landschaftsgärtner in Küsnacht auf ihre Sache aufmerksam.
Mit Rosen für die Passanten?machten die Landschaftsgärtner in Küsnacht auf ihre Sache aufmerksam.
Reto Schneider

Der Platz vor der Bahnhofunterführung auf dem Falkenplatz in Küsnacht ist am Samstagvormittag mit Rollrasen ausgelegt. Giesskannen und Harken liegen bereit. Um den Tisch versammeln sich junge Männer in grünen Arbeitshosen, die Hände schwielig und rau. In einem Bottich schwimmen rosa, rote und weisse Rosen. Ein Landschaftsgärtner in dunkler Arbeitshose und Dreadlocks erklärt einer älteren Frau, auf was er als Gärtner besonders achten müsse. Die in der Gewerkschaft Unia organisierten Landschaftsgärtner wollen auf ihre Arbeitssituation aufmerksam machen. Konkrete Forderungen haben sie noch nicht beschlossen, aber sie haben gewisse Vorstellungen davon, was sich ändern müsste. Der 32-jährige Tim Steiner sagt, die Gewinnmarge in der Branche sei gross genug. Von den rund 85 Franken Stundenansatz, den der Unternehmer laut Regietarif in der Region für einen gelernten Landschaftsgärtner verrechnen kann, sollen lediglich 25.90 Franken an einen Fachmann mit Berufslehre ausbezahlt werden. So stehe es im Lohnregulativ des Arbeitgeberverbandes Jardin Suisse.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.