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Mit dem Velo immer schön dem See entlang

Jeweils an Auffahrt treten Hobby-Radsportler an der Rundfahrt «Rund um de Zürisee» in die Pedale. Der Anlass eignet sich besonders für Frühaufsteher.

Vor schöner Kulisse, wie hier dem Schloss Rapperswil, sind an Auffahrt auch sportliche Fahrer ganz entspannt unterwegs.
Vor schöner Kulisse, wie hier dem Schloss Rapperswil, sind an Auffahrt auch sportliche Fahrer ganz entspannt unterwegs.
Archiv / Manuela Matt

An vier verschiedenen Orten kann übermorgen Donnerstag zur 39. Zürichsee-Rundfahrt gestartet werden: in Küsnacht bei der Schiffstation Heslibach, in Oberrieden bei der Kantonalen Seepolizei, in Stäfa beim Strandbad Lattenberg und in Pfäffikon beim Seedamm-Center. Die Streckenführung kennt nach dem Start nur eine Richtung: schön gerade aus, rund um den Zürichsee. Enge Kurven oder Steigungen sind nicht zu bewältigen.

Die Schlaufe rund um den See beträgt 67 Kilometer. Es gibt weder eine Zeitmessung noch Ranglisten, dafür aber eine offizielle Abkürzung: Wer nicht die komplette Strecke unter die Räder nehmen will, kann dank der Zürichsee-Fähre abkürzen und so 31 – um den unteren Seeteil – oder 37 Kilometer absolvieren. Helfer stehen an den vier Posten schon ab 6 Uhr bereit, damit die Radler die verkehrsarmen Morgenstunden geniessen können. Das Angebot wird in der Regel rege genutzt.

Bisher 600 Anmeldungen

Die erste Rundfahrt fand 1978 statt, unter der Leitung des Velo Clubs Küsnacht. Vor einigen Jahren übernahm der Velo-Trial-Club Stäfa die Organisation. Die Stäfner Trial-Biker messen sich in einer Radsportdisziplin, die im krassen Gegensatz zur eher gemütlichen Tour «Rund um de Zürisee» steht. Sie fahren nicht nur. Vielmehr hüpfen und springen sie über alle erdenklichen Hindernisse, oft in schwindelerregender Höhe.

«Mit der Zürichsee-Rundfahrt machen wir etwas für den Volkssport», sagt Vereinspräsident Roman Iten. Rund 600 Teilnehmer haben sich bislang angemeldet. «Das ist eine erfreuliche Zahl, zumal Nachmeldungen wahrscheinlich sind.» Was Iten ebenso zuversichtlich stimmt, ist der zu erwartende sonnige Auffahrtstag. Er hat die Erfahrung gemacht: «Sommerliche Temperaturen führen zu einer guten Stimmung im Feld der Fahrer.»

Auch auf dem Militärvelo

«Rund um de Zürisee» bietet jeweils ein vielfältiges Bild. Ambitionierte Teilnehmer tragen Renndresses mit windschlüpfrigen Oberteilen, es sind aber auch viele Fahrer in Freizeitkleidung unterwegs, am mutmasslich heissen kommenden Donnerstag wohl in Shorts und T-Shirts. Auch die Auswahl der Sportgeräte ist abwechslungsreich. Beliebt sind Mountainbikes, darunter die Tourenvelos mit bis zu 27 Gängen. Ultraleichte Karbonvelos gehören mit dazu. Es ist aber auch schon vorgekommen, das Teilnehmer auf Ordonnanzvelos schweres Geschütz auffahren liessen. Oder aber man versucht sich auf einem «Göppel», den man aus zweiter Hand günstig erworben hat.

Vom rüstigen Senior bis zu Familien mit Kindern sind bei «Rund um de Zürisee» alle Altersgruppen vertreten. Weil nicht auf Tempo, sondern im Schongang gefahren wird, braucht es keine spezielle Regelung für die übrigen Verkehrsteilnehmer. Einzig in Rapperswil stehen Verkehrskadetten an einem Kreisel im Einsatz. Kein seltenes Bild sind ausserdem Radsportbegeisterte, die sich eine Zwischenverpflegung genehmigen. An den Posten brutzelt für einen Imbiss ein Grill. Selbst wer eine Panne – einen platten Reifen etwa – beklagt, kriegt Unterstützung. Velomechaniker stehen bereit.

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