Küsnacht

Minikreisel und verdichtetes Bauen gaben in Küsnacht zu reden

Am politischen Themenabend informierte der Gemeinderat über die politischen Ziele der kommenden Jahre.

Dass unterhalb der Kreuzung Oberwacht-/Zürcherstrasse ein Minikreisel entstehen soll, sorgt in Küsnacht für Unmut.

Dass unterhalb der Kreuzung Oberwacht-/Zürcherstrasse ein Minikreisel entstehen soll, sorgt in Küsnacht für Unmut. Bild: Screenshot Google Streetview

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Das ungebrochene Bevölkerungswachstum und die Anziehungskraft der Schweiz, insbesondere des Grossraum Zürich, fordern in den nächsten Jahren auch die Gemeinde Küsnacht weiter heraus. Um diesen Anforderungen gewachsen zu sein, hat der Gemeinderat unlängst die politischen Richtlinien 2019 - 2022 verabschiedet.

Am politischen Themenabend vom Montag erläuterte Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) den gut 50 Anwesenden die Schwerpunkte dieser Planung. Demnach ist es dem Gemeinderat ein besonderes Anliegen, dass Küsnacht trotz reger Bautätigkeit seine Identität erhalten bleibt. «Und wir wollen auch weiterhin das Gegenteil einer Schlafgemeinde sein.»

Kreisel als Merkmal der Agglomeration

Tiefbauvorsteher Walter Matti (parteilos) führte in der Folge aus, welche Herausforderung im Bereich Infrastruktur in den nächsten Jahren auf die Gemeinde zukommen. So gelte es unter anderem, 91 Kilometer Gemeindestrassen, 76 Kilometer Abwasser- und 150 Kilometer Sauberwasserleitungen sowie 3,2 Kilometer Ufermauern zu unterhalten. Jährlich würden gut 20 Millionen Franken in das Infrastrukturmanagement investiert.

Den Anwesenden blieben die Ausführungen trotz der eindrücklichen Aufzählung zu unkonkret. SVP-Kantonsrat Hanspeter Amrein etwa forderte Matti in der anschliessenden Fragerunde dazu auf, die grössten Strassenprojekte der kommenden vier Jahre zu benennen. Neben dem Bau eines Trottoirs bei der Bushaltestelle Schübel inklusive Fussgängerübergang mit Mittelinsel sind dies die Sanierung der Schiedhaldenstrasse sowie der Kreuzung Oberwacht-/Zürcherstrasse. Wobei vor allem letztere die Gemüter bewegte. Dass auf der Höhe der Ausfahrt des Coopparkplatzes dereinst ein Minikreisel entstehen soll, gefällt nicht allen. Ein Kreisel sei ein klares Merkmal einer Agglomeration und gehöre deshalb nicht in Küsnachts Dorfzentrum, lautete etwa eine Wortmeldung.

Verdichten, wo der ÖV ist

Kritischen Fragen musste sich auch Ueli Erb (SVP), Vorsteher Hochbau und Planung, zu den Siedlungsprojekten im Limberg stellen. Derzeit sind im Weiler zwei Neubauprojekte mit jeweils drei Wohnhäusern in Planung beziehungsweise in Ausführung. Für Erb sind sie ein Paradebeispiel, wie Verdichtung und Erhalt eines identitätstiftenden Ortsbildes miteinander einhergehen können. Der Limberg sei denkbar schlecht an den öffentlichen Verkehr angebunden, hiess es hingegen aus den Zuhörerrängen. «Im Zentrum gibt es genügend untergenutzte Grundstücke, wo eine Verdichtung mehr Sinn macht, als in den Weilern auf dem Berg.»

Zum Schluss des Abends gab Schulpräsident Klemens Empting (FDP) Einblick in die aktuellen Entwicklungen im Schulbereich. Durch Themen wie Migration und integrierte Förderung entstünde ein immer höherer Druck auf die Schulen und Lehrpersonen. Hinzu komme, dass nach wie vor ein Lehrermangel bestehe. Die Schülerzahlen hingegen würden stark steigen. «11 Prozent der Küsnachter Bevölkerung besucht gegenwärtig die Schule.» Die Gemeinde werde deshalb nicht darum herum kommen, zusätzlichen Schulraum zu schaffen . Derzeit sei denn etwa auch bereits eine Verdichtung der Schule Heslibach in Prüfung. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 14.05.2019, 13:57 Uhr

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