Stäfa

Millionen für die Sanierung geschützter Häuser

Zwei gemeindeeigene Häuser an der Stäfner Goethestrasse müssen saniert werden. Da sie unter Denkmalschutz stehen, wird die Sanierung teuer.

Die Liegenschaft an der Goethestrasse 2 muss saniert werden. Das gleiche gilt für das Haus mit der Nummer 4, welches an der Rückseite dieses Gebäudes liegt.

Die Liegenschaft an der Goethestrasse 2 muss saniert werden. Das gleiche gilt für das Haus mit der Nummer 4, welches an der Rückseite dieses Gebäudes liegt. Bild: Moritz Hager

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Die Gemeinde Stäfa besitzt unweit des Dorfzentrums an der seeseitigen Goethestrasse zwei Liegenschaften. Diese sollen nun renoviert werden. Der Gemeinderat hat dafür Kredite bewilligt, wie er in einer Mitteilung schreibt. Für das Gebäude an der Goethestrasse 2 hat er 1,35 Millionen Franken gesprochen, für das Haus an der Nummer 4 890 000 Franken. Insgesamt kostet die Sanierung also 2,24 Millionen Franken. Da es sich um gebundene Ausgaben handelt, kann der Gemeinderat die Gelder freigeben, ohne das Volk zu fragen.Die Liegenschaften seien in einem schlechten Zustand, heisst es von Seite der Gemeinde. «Einige der elektrischen Leitungen sind sogar noch mit Baumwolle isoliert», sagt Hochbauvorsteher Andreas Utz (GLP). Auch die alte Ölheizung falle immer wieder aus.

Bei der Sanierung muss jedoch mit grösster Sorgfalt gewaltet werden, da die beiden Häuser denkmalgeschützt sind. Der Dorfkern von Stäfa gehört zu den Ortsbildern von nationaler Bedeutung. Im Haus mit der Nummer 4 sei zusätzlich auch die Inneneinrichtung sehr alt, erklärt Utz: «Da müssen auch die Einbauschränke saniert werden.»

«Einige elektrische Leitungen sind noch mit Baumwolle isoliert.»Andreas Utz (GLP), Hochbauvorsteher

Die Räume werden gemäss Utz so umgebaut, dass sie modernen Anforderungen genügten. Heute müsse man etwa in der Liegenschaft an der Nummer 2 eine Wohnung durchqueren, um in die benachbarte Wohnung zu gelangen, beschreibt er die altmodische Raumaufteilung. Insgesamt wird es im Gebäude nach Ende der Renovation drei statt zwei Wohnungen geben.

Mietern müssen raus

Die Wohnung in der Nummer 4 steht seit Ende letzten Jahres leer, da die Mieterin gekündigt hat. Im anderen Gebäude sind einerseits die Musikschule Kern sowie Asylsuchende untergebracht. Sie müssen ausziehen, wenn die Sanierung beginnt, gekündigt wurde ihnen jedoch noch nicht.

Für die Asylsuchenden werde man schauen, wo die Gemeinde sonst noch Kapazitäten habe, sagt Utz. Ob nach der Sanierung erneut Asylbewerber in die Liegenschaft einziehen werden, kann er noch nicht sagen. «Aber es wäre schön, wenn es dort längerfristige Mieter hätte.»

Der Musikschule Kern werde man bei der Suche nach einer neuen Bleibe Unterstützung anbieten. Der Anbau, in dem sich sie zurzeit befindet, wird im Laufe der Sanierung in eine Wohnung umgewandelt. Der Musikschule bleibt allerdings Zeit für die Suche nach neuen Räumlichkeiten, denn die Sanierung wird gemäss Utz frühestens Mitte nächsten Jahres beginnen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 18.01.2019, 17:15 Uhr

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