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Microlino wird einmal mehr ausgebremst

Das Küsnachter Elektroauto «Microlino» wird nicht vor 2021 in Produktion gehen.

Firmenchef Wim Ouboter muss die Produktion seines Elektroflitzers weiter verschieben.
Firmenchef Wim Ouboter muss die Produktion seines Elektroflitzers weiter verschieben.
Archiv Manuela Matt

Der Start des Küsnachter Elektroflitzers «Microlino» bleibt weiter ein grosses Versprechen. Schon 2018 wollte das Unternehmen Micro das kleine Fahrzeug produzieren, nun wird erst 2021 etwas daraus.

In einer Mitteilung schreibt Firmenchef Wim Ouboter: «Das intensive Testen unserer 22 Vorserienfahrzeuge hat gezeigt, dass der aktuelle Entwicklungsstand noch nicht unsere Ansprüche hinsichtlich des Fahrverhaltens, Qualität und der Sicherheit erfüllt und wir technisch Einiges abändern müssen». Um den Microlino möglichst rasch serienreif zu machen, hat Micro Peter Müller verpflichtet. Er war unter anderem bei BMW und Porsche tätig.

Herber Rückschlag für das Unternehmen

Produziert wird der Microlino dereinst in Italien beim neuen Partner CECOMP. 2011 brachte das Unternehmen das Elektrofahrzeug «Bluecar» auf den Markt, welches unter anderem in Paris für das Car-Sharing «Autolib» im Einsatz ist. Der Produktionsstart 2021 ist ein herber Rückschlag für Micro. Denn die deutsche Firma Artega will nämlich schon 2020 einen Elektroflitzer auf den Markt bringen, der auf dem ursprünglichen Microlino-Modell basiert.

Die beiden Unternehmen lagen sich über Monate im Streit, weil sich die Küsnachter kopiert fühlten. Artega und Micro konnten sich nun laut der Mitteilung aussergerichtlich einigen, gehen aber getrennte Wege. Auch Artega verspricht, der «Karolino» könne im Alleingang bessere Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen.

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