Meilen

Meilen rechnet einmal mehr mit roten Zahlen

Die Gemeinde Meilen hat den Voranschlag 2020 veröffentlicht. Zum wiederholten Mal budgetiert sie ein Minus. Der Steuerfuss soll dennoch unverändert bleiben.

Die Gemeinde Meilen budgetiert für das Jahr 2020 erneut mit einem Aufwandüberschuss.

Die Gemeinde Meilen budgetiert für das Jahr 2020 erneut mit einem Aufwandüberschuss. Bild: Doris Fanconi

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Für das Jahr 2020 sind in der Erfolgsrechnung der Gemeinde Meilen ein Gesamtaufwand von 137 Millionen Franken und ein Ertrag von 134 Millionen Franken budgetiert. Dies ergibt ein Minus rund 3 Millionen Franken. Die Zahlen basieren auf einem unveränderten Steuerfuss von 84 Prozent, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Der Steuerertrag des Budgetjahrs wird mit 100 Millionen Franken höher angesetzt als noch im laufenden Jahr (97 Mio. Franken). Bei den ordentlichen Steuern früherer Jahre rechnet die Gemeinde mit einem um 2 Millionen Franken tieferen Betrag als im Vorjahr. Bei den Grundstückgewinnsteuern wird derweil wieder mit etwas höheren Einnahmen budgetiert.

Obergrenze deutlich überschritten

Im nächsten Jahr muss die Gemeinde Meilen 34,78 Millionen Franken an den Finanzausgleich abliefern. Die geplanten hohen Investitionen führen zu einem weiteren Substanzverzehr. Im Jahr 2020 sollen im Verwaltungsvermögen Nettoinvestitionen von 14,48 Millionen Franken getätigt werden, wie die Gemeinde schreibt. Und auch in den kommenden Jahren seien grössere Investitionen – insbesondere in den Bereichen Bildung, Verkehr, Umwelt und Raumordnung sowie für die Dorfkernentwicklung – geplant.

Gemäss der rollenden Finanzplanung 2021 – 2023 betragen die gesamten Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen weitere 48,45 Millionen Franken. Die vom Gemeinderat in den Legislaturzielen festgelegte Obergrenze von 12,5 Millionen Franken pro Jahr ist damit im Moment deutlich überschritten. Bei den Investitionen im Finanzvermögen werden im Jahr 2020 Nettoinvestitionen von 380 000 Franken budgetiert.

Obschon der Souverän auf das aktuelle Jahr hin einer Steuerfusserhöhung um 5 Prozentpunkte auf 84 Prozent zugestimmt hat, weist die Erfolgsrechnung im Budget 2020 nach wie vor einen Aufwandüberschuss aus. Dieser bewegt sich in etwa im gleichen Ausmass wie das budgetierte Minus im Vorjahr. Zum Rechnungsausgleich fehlen in der Erfolgsrechnung gemäss Gemeinderat rund 2 bis 3 Millionen Franken pro Jahr, was gut zwei Steuerprozenten entspreche. Eine Veränderung des derzeitigen Steuerfusses von 84 Prozent steht aber für die politischen Entscheidungsträger im Moment nicht zur Diskussion, wie die Gemeinde schreibt.

Die Stimmbürger werden an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember über den Voranschlag 2020 und den Steuerfuss befinden. (red/fse)

Erstellt: 17.10.2019, 12:18 Uhr

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