Meilen

Meilemer Unternehmen plant Recycling-Turm

Die Schneider Umweltservice AG möchte ihr Gebäude an der Seestrasse in Meilen umnutzen. Geplant ist zudem ein Turm, der das auf das Thema Recycling aufmerksam machen soll.

Neben dem Schneider-Gebäude an der Seestrasse in Meilen soll der 10 Meter hohe Recycling-Turm zu stehen kommen.

Neben dem Schneider-Gebäude an der Seestrasse in Meilen soll der 10 Meter hohe Recycling-Turm zu stehen kommen. Bild: Moritz Hager

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Zehn Meter hoch soll ein sogenannter Recycling-Turm neben dem Schneider-Gebäude in Obermeilen in die Höhe ragen. Zusätzlich will das Recycling- und Entsorgungsunternehmen Schneider Umweltservice AG das schon bestehende Gebäude an der Seestrasse 1037 umbauen und umnutzen.

Im jetzigen Gebäude befanden sich bis vor kurzem noch ein Fitnesszentrum und eine Physiotherapiepraxis. Nun sollen das erste und das zweite Obergeschoss als Grossraum- und Einzel- sowie Doppelbüros genutzt werden. Im Dachgeschoss entsteht ein Schulungsraum, in dem Veranstaltungen für Mitarbeiter oder andere Interessierte stattfinden werden. Im Erdgeschoss sind ein Brocki und ein Bistro geplant. Zudem werden die bestehenden Parkplätze mit einer Terrasse überdeckt. Der Umbau kostet ungefähr 400 000 Franken. Dies ist aus dem Baugesuch der Schneider Umweltservice AG zu entnehmen, das noch bis am 28. November aufliegt.

Nähe zur Bevölkerung

Nebenan soll der Schneider-Turm als eine Stahlkonstruktion mit Flachdach und einer transparenten Fassade aus Profilgläsern entstehen. Der Bau des Nebengebäudes kostet ungefähr 200 000 Franken. Im Erdgeschoss wird sich das Waagbüro und der Empfang für das Recycling-Center befinden, darüber gibt es drei Füllräume mit Glaswänden. Darin werden Materialien wie Holz oder Metall zu sehen sein, welche auf dem Schneider-Areal entsorgt werden können. Mit dem neuen Recycling-Turm, der etwa zehn Meter hoch sein wird, wolle die Schneider Umweltservice AG zeigen, welche Materialien bei ihnen verwertet werden, sagt Geschäftsführer René Schneider. Die Idee wurde mit einem Architekten visualisiert. Es sei wichtig, den Leuten vor Augen zu führen, was sie tagtäglich entsorgen. «Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Abfall in der richtigen Form auch etwas Künstlerisches sein kann.»

«Mit dem Um- und Neubau will die Schneider Umweltservice AG näher bei der Bevölkerung sein», sagt Schneider. Der Recycling-Turm verbildlicht ansehnlich das Thema Abfallentsorgung und soll ein Bewusstsein dafür bei den Leuten wecken.

«Das Brockibistro soll ein Treffpunkt für Jung und Alt sein und dabei aufzeigen, dass man Dinge nicht nur recyceln, sondern auch wiederverwenden kann», sagt Schneider. Kommt das Nutzungsprojekt, welches in den letzten Monaten entwickelt wurde, zustande, wird die Stiftung Stöckenweid die Leitung des Bistros und des Brockis übernehmen. Sie bietet Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen Wohn-, Arbeits- und Ausbildungsangebot. «So würden auch im zweiten Arbeitsmarkt neue Stellen entstehen.»





Erstellt: 19.11.2019, 16:30 Uhr

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