Meilen

Meilemer sammelt 20000 Franken für Herzoperationen

Felix Fluck hat mehr als 20 000 Franken für Herzoperationen in Asien und Osteuropa gesammelt. Er kennt diesen chirurgischen Eingriff aus eigener Erfahrung.

Pro Kilometer 18 Franken motivierten Felix Fluck zur Velofahrt.

Pro Kilometer 18 Franken motivierten Felix Fluck zur Velofahrt. Bild: zvg

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Die Spendengelder sammelte Felix Fluck im Alleingang auf einer Spendenfahrt. Über 750 Kilometerm legte er im Oktober im Sattel eines E-Bikes zurück, auf einer Veloroute für Hobbyradfahrer, die auf 14 Tagesetappen über Strässchen und Wege vom Bodensee quer durch das Herz der Schweiz nach Lausanne führt.

Mit dem gesammelten Ertrag macht der Meilemer Herzoperationen für Menschen in ärmeren Ländern möglich. Er tut dies, weil er dankbar ist, wieder gesund zu sein, denn er hat es selber erlebt, wie es ist, am offenen Herzen operiert zu werden.

«Einzig das Wetter spielte nicht mit», sagt selbstständige Betriebswirtschaftler zu seiner Tour durch die Schweiz. Umso mehr schätzte er es, dass ihn jeden Tag ein Mitfahrer aus seinem Freundeskreis auf den Etappen begleitete. «Am Abend im Hotel verabschiedete sich mein Tagesbegleiter und der nächste checkte ein.»

Operation für 135 Franken

Auf seiner Website rief Fluck zu Spenden auf. Pro Kilometer kamen über 18 Franken zusammen, die vielen pauschalen Spenden beliefen sich auf über 6000 Franken. Sein E-Bike versteigerte er online. «Alles in allem sind über 20 000 Franken gespendet worden, das ist überwältigend und macht mich glücklich.» Fluck überwies den Ertrag seiner Spendenfahrt an die Eurasia Heart Foundation, eine Stiftung mit Sitz in Zürich, die ein medizinisches Netzwerk in Osteuropa und Asien errichtet hat. Die mitwirkenden Schweizer Ärzte operieren bei Kindern und Erwachsenen aus Überzeugung und ohne Honorar Herz- und Kreislauferkrankungen.

Die Chirurgen sind in der Ukraine, Armenien, Usbekistan, Vietnam, Kambodscha und Burma im Einsatz. Im Patronatskomitee haben Alt-Bundesrat Adolf Ogi und Altkanzler Gerhard Schröder Einsitz, Präsident des Stiftungsrates ist sein Gründer Paul Robert Vogt, jener Chirurg, der Fluck operiert hat.

Eurasia Heart operiert beispielsweise in der Ukraine für 135 Franken, in Burma sind wegen der schlechteren Infrastruktur rund 300 Franken erforderlich. Felix Fluck machte also im osteuropäischen Land rund 150 Operationen möglich, in Südostasien wären es rund 70. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.10.2015, 14:45 Uhr

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