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Mehr Platz für Kinder in psychischer Not

Für Kinder mit schweren psychischen Störungen fehlten im Kanton Zürich lange die nötigen Behandlungsplätze. Die am Freitag eingeweihte Kinderstation Brüschhalde soll dies ändern. Dass sie erst teilweise in Betrieb ist, sei gewollt, sagte Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger.

Am Freitag wurde die psychiatrische Kinderstation Brüschhalde in Männedorf eingeweiht: Hier das renovierte alte Gebäude (links) mit dem Neubau.
Am Freitag wurde die psychiatrische Kinderstation Brüschhalde in Männedorf eingeweiht: Hier das renovierte alte Gebäude (links) mit dem Neubau.
Michael Trost
Zeigte sich zufrieden, dass die Einrichtung nach langer Planungs- und Bauphase eröffnet werden konnte: Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP).
Zeigte sich zufrieden, dass die Einrichtung nach langer Planungs- und Bauphase eröffnet werden konnte: Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP).
Michael Trost
Das Schulzimmer im renovierten, «alten» Gebäude.
Das Schulzimmer im renovierten, «alten» Gebäude.
Michael Trost
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Eitel Sonnenschein herrschte am Freitag über der Brüschhalde in Männedorf. Doch so bilderbuchmässig wie das Wetter bei der Einweihung verlief der Ausbau der psychiatrischen Kinderstation in Männedorf nicht immer. Allein sieben Jahre sind vergangen, seit das Büro Osterhage Riesen Architekten den Projektwettbewerb des kantonalen Hochbauamts gewann.

Auch die Kosten provozierten Diskussionen: Anfänglich ging man von 17 Millionen Franken aus. Der 2013 vom Regierungsrat beantragte Kredit für den Neubau betrug dann aber knapp 23 Millionen. Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) sprach denn auch von «langen Jahren des Planens, Rechnens, Überzeugens und Zweifelns». Den Klinikneubau und das komplett überarbeitete Haupthaus von 1913 nun einweihen zu können, sei «fantastisch», sagte er. Die neue Kinderstation stärke die wohnortnahe und altersgerechte psychiatrische Versorgung im Kanton.

Schrittweise hinauffahren

Der Neubau bietet 31 Betten für Kinder und Jugendliche mit schweren psychischen Erkrankungen sowie 9 teilstationäre Plätze in einer Tagesklinik. Wie die ZSZ diese Woche publik machte, werden derzeit aber erst 24 Betten angeboten; die Tagesklinik ist noch gar nicht in Betrieb. Die Suche nach qualifiziertem Pflegepersonal läuft. Der Gesundheitsdirektor nahm gestern Stellung zu dieser Situation. Die schrittweise Inbetriebnahme sei nicht bloss eine Folge des Personalengpasses, sondern so vorgesehen. «Man kann einen Betrieb mit einer solch sensiblen Klientel nicht sofort zu hundert Prozent auslasten», sagte Heiniger.

Während der zweijährigen Bauzeit war die Klinik in einem Provisorium in Meilen untergebracht. Die Umzüge gingen ohne Unterbruch der Therapien vonstatten. Der Neubau soll den jungen Patienten eine wohnliche Atmosphäre bieten.

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