Zum Hauptinhalt springen

Wer steckt hinter den Martullo-Millionen?

Ein Scherz in der Silvesternacht: Die von Roberto Martullo-Blocher angekündigten 6,4 Millionen Franken für die Gemeinde Meilen sind in der Silvesternacht angekommen – wenigstens symbolisch.

Nur ein Witz: Die in Meilen deponierten Martullo-Millionen.
Nur ein Witz: Die in Meilen deponierten Martullo-Millionen.
zvg/Leserbild

Am Neujahrstag stand wie aus dem Nichts eine Holzpalette mit – leider nur kopierten – Hunderternoten vor dem Gemeindehaus in Meilen, wie das Leserbild zeigt. «Hab es doch noch noch gefunden! Gruss R. Martullo», hiess es etwas holprig auf dem Plakat, das aus dem Symbolgeld ragte.

Mit «es» war zweifellos das Steuergeschenk von 6,4 Millionen Franken gemeint, das Roberto Martullo-Blocher an der Gemeindeversammlung im Dezember als Nachzahlung angekündigt hatte. Mit dem Coup hatte der Gatte von Magdalena Martullo-Blocher und Schwiegersohn von Christoph Blocher die geplante Steuererhöhung gebodigt.

Doch die in einer Nacht-und-Nebel-Aktion erfolgte Lieferung per Palette war natürlich nur ein Scherz. Bis jetzt ist unklar, ob Meilen überhaupt von einer Nachzahlung von Martullo-Blocher profitieren wird. Gemeindeschreiber Didier Mayenzet teilte auf Anfrage mit, man wisse wegen des Steuergeheimnisses nichts – und könne Fragen zu Martullo-Millionen deshalb nicht beantworten. Dank dem gewichtigen Neujahrs-Geschenk sei die Gemeinde jetzt aber steinreich, kommentierte er scherzhaft. Man habe es in den Tresor geschafft, bevor der Kanton den Steuervogt losschicke und einen Grossteil mittels Finanzausgleich wieder abschöpfe.

Gerüchte zu den Scherzkeksen

Wer die Scherzkekse waren, die hinter der Martullo-Aktion steckten, ist nicht ganz klar. Das hartnäckige Gerücht, dass es sich um die Fasnächtler der Meilemer «Soihunds-Cheibe» gehandelt hat, ist aber nicht aus der Luft gegriffen, wie Insider gegenüber der ZSZ andeuteten. «Die sind ja immer wieder für lustige Aktionen gut», meinte eine Kennerin der Szene.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch