Männedorf

Männedorf testet Öko-Toiletten auf Spielplätzen

Zwei Spielplätze in Männedorf werden versuchsweise mit mobilen Toiletten ausgestattet. Damit soll verhindert werden, dass Kinder ihr Geschäft im Gebüsch verrichten müssen.

Solche Kompotois werden bald auch auf Spielplätzen in Männedorf anzutreffen sein.

Solche Kompotois werden bald auch auf Spielplätzen in Männedorf anzutreffen sein. Bild: Archiv Marc Dahinden

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In Männedorf gibt es mehrere öffentlich zugängliche Spielplätze. Bis vor kurzem stand – nebst den Plätzen beim Schulhaus – nur auf dem Spielplatz Widenbad eine Toilette zur Verfügung. Auf den übrigen Spielplätzen wurde das umliegende Buschwerk zu diesem Zweck genutzt, heisst es in einem Sitzungsprotokoll der Gemeinde. Das habe nicht selten zu Reklamationen von Anwohnern geführt.

Seit Mitte Juli sollte dieses Problem behoben sein: «Wir haben versuchsweise beim Spielplatz Brüschhalde ein Kompotoi und beim Spielplatz Saurenbach ein Toitoi aufstellen lassen», sagt Gemeindeschreiber Jürg Rothenberger. Während der viermonatigen Testphase können die Benutzer der Gemeinde rückmelden, was sie von den mobilen Toilettenhäuschen halten.

Pissoir ist zu hoch

Das ist einerseits über den digitalen Dorfplatz von Crossiety möglich, einer interaktiven Plattform, die in Männedorf Politik, Gewerbe und Bevölkerung vernetzt. «Dort bekamen wir bereits den Hinweis, dass das Pissoir im Kompotoi für Buben zu hoch platziert ist», sagt Rothenberger. Mit einer zusätzlichen Holzleiste am Boden behoben die Verantwortlichen das Problem. Weitere Feedbacks können direkt im Kompotoi in eine Liste an der Holzwand eingetragen werden. «Dort hängt auch ein Infoschreiben zum Pilotversuch und zur ökologischen Toilette», sagt der Männedörfler Gemeindeschreiber.

«Mit der Kompost-Toilette will die Gemeinde einen Beitrag für die Umwelt leisten.»Jürg Rothenberger, Gemeindeschreiber von Männedorf

Die mobilen Toilettenhäuschen bleiben während vier Monaten stehen. Danach wertet die Gemeinde aus, wie sie sich bewährt haben. Der Mietpreis für eine Kompotoi Toilette beträgt 416 Franken pro Monat. Darin inbegriffen ist nebst dem Auffüllen der Materialen auch eine Wartung pro Woche sowie die Weiterverwertung der gesammelten Stoffe. «Mit der Kompost-Toilette will die Gemeinde einen Beitrag für die Umwelt leisten», sagt Rothenberger.

Erstellt: 20.08.2019, 14:32 Uhr

«Spülen» mit Sägemehl

Bei einer Komposttoilette wie dem Kompotoi werden die «humanen Outputs» nicht weggespült, sondern in einem Behälter aufgefangen und vom Benutzer mit Sägespänen bestreut. Mittels Fermentation und Kompostierung entsteht später aus den gesammelten Reststoffen Humuserde. Der Urin wird in Nitratdünger umgewandelt. Komposttoiletten eignen sich für Standorte ohne Kanalisations-, und Stromanschluss. Kompotoi-Toiletten sind in der Stadt bereits an diversen Orten im Einsatz. Am Zürichsee haben die Gemeinden Wädenswil, Richterswil und Feldmeilen bereits Erfahrungen damit gemacht. In Männedorf steht in der Gärtnerei zum Glück eine solche ökologische Toilette.

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