Männedorf

Männedörfler Altersheim wird zur AG

Die Männedörfler stimmten am Sonntag der Ausgliederung des Alters- und Pflegeheims Allmendhof in eine Akiengesellschaft zu. Das Ergebnis fiel deutlich aus.

Nachdem die Bevölkerung der Auslagerung des Allmendhofs in eine AG zugestimmt hat, ist der Neubau des Altersheims der nächste grosse Schritt.

Nachdem die Bevölkerung der Auslagerung des Allmendhofs in eine AG zugestimmt hat, ist der Neubau des Altersheims der nächste grosse Schritt. Bild: Archiv Sabine Rock

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Fast vier Fünftel sagen in Männedorf Ja zur Überführung des Alters- und Pflegeheims Allmendhof in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. 2346 Männedörfler und somit 79 Prozent der Abstimmenden segneten die Vorlage an der Urne ab - dies bei 625 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 42,5 Prozent.

Zufrieden mit dem Ergebnis zeigt sich André Thouvenin (FDP). «Ich habe auf ein gutes Resultat gehofft, gerechnet habe ich damit aber nicht», sagt der Gemeindepräsident. Er freue sich über das damit gezeigte Vertrauen in den Gemeinderat und die Arbeitsgruppe zum Allmendhof. Worauf führt Thouvenin das deutliche Votum zurück? «Wir haben die Bevölkerung immer wieder informiert und mit einbezogen.»

Kritik hielt sich in Grenzen

Eine Rolle gespielt haben dürfte auch, dass keine Partei im Vorfeld der Abstimmung eine Nein-Parole herausgegeben hatte. Auch die vorberatende Gemeindeversammlung und die Rechnungsprüfungskommission hatten ein Ja empfohlen. Kritik an der Auslagerung kam allerdings vonseiten der CVP und der SP, die sich unter anderem um die Anstellungsbedingungen für das Personal sorgten. Bei der SP beschloss die Sektionsversammlung denn auch eine Stimmfreigabe als Parole.

«Ich freue mich über das Vertrauen in den Gemeinderat.»André Thouvenin, Gemeindepräsident.

Hintergrund der Auslagerung ist, dass sich nun nicht mehr der Gemeinderat, sondern mit dem Verwaltungsrat ein Fachgremium um die Belange des Allmendhofs kümmert. Der Allmendhof schrieb über Jahre rote Zahlen: Künftig würde die AG allfällige Defizite tragen und nicht mehr die Gemeinde. Die Kontrolle über den Allmendhof will der Gemeinderat trotzdem nicht abgeben, wie er vor der Abstimmung mehrfach betonte. Gelingen soll dies durch den Leistungsauftrag, welcher der Gemeinderat für die AG festsetzt. Zudem bleiben sämtliche Aktien im Besitz der Gemeinde Männedorf.

Verwaltungsrat gesucht

Eine Verschnaufpause gönnt sich der Gemeinderat Männedorf nach der gewonnen Abstimmung nach eigenem Bekunden nicht. «Wir starten jetzt mit der Suche nach dem Verwaltungsratspräsidenten und den Mitgliedern», erklärt Thouvenin. Im Herbst soll dann die Zentrum Allmendhof AG gegründet werden. «Wichtig ist, dass alles bis zum Jahreswechsel steht», sagt Thouvenin. Auf das Jahr 2020 hin soll die Aktiengesellschaft in ihr erstes Geschäftsjahr starten.

Klar ist, dass der Betrieb vor grossen Herausforderungen steht: Da die jetzigen Gebäude des Alters- und Pflegeheims in die Jahre gekommen sind, ist ein Neubau der nächste grosse Schritt. Dieser soll dann vom neuen Verwaltungsrat in Angriff genommen werden. Langweilig dürfte es aber auch dem Männedörfler Gemeinderat nach der erfolgreichen Abstimmung nicht werden. «Die Arbeit geht uns nicht aus: Wir sind mit der Sportanlage Widenbad und der Zentrumsentwicklung beschäftigt», sagt Thouvenin. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.02.2019, 17:08 Uhr

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