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Kultur bis Mitternacht in Küsnacht

Am Freitag, 29. September, stehen ab 18 Uhr im Stundentakt kulturelle Veranstaltungen in Küsnachts Dorfzentrum auf dem Programm der ersten Kulturnacht.

Das Organisationskomitee mit Martine Peyer, Elisabeth Abgottspon, Hans-Peter Fehr und Ilka Allenspach ist bereit für die erste Küsnachter Kulturnacht.
Das Organisationskomitee mit Martine Peyer, Elisabeth Abgottspon, Hans-Peter Fehr und Ilka Allenspach ist bereit für die erste Küsnachter Kulturnacht.
Sabine Rock

Im Alterszentrum Wangensbach stehen im Rahemn der ersten Küsnachter Kulturnacht neben Theaterszenen auch ein Streifzug durch vier Jahrhunderte an. Während Alfred Egli durch das anmutige Wangensbach-Areal und sein aus dem 17. Jahrhundert stammendes Landhaus führt und den Zuhörern dessen wechselvolle Geschichte näherbringt, treten Miriam Buchmann und Larissa Münch von der Schauspielgruppe Die Kulisse mit ihrem Stück «Blind Date» auf.

Für die Jugend ist die Freizeitanlage Sunnemetzg ein Thema: Dort spielen verschiedene Bands mit Rock, Pop und Mundart auf. Kulinarisch geht es im Gasthof Ochsen zu und her. Hier dürfen die Gäste unter der Anleitung der Wirtefamilie Wildhaber selbst kochen und das Gericht im Anschluss auch verzehren. Im Restaurant Falken hingegen gibt es akustische Leckerbissen in Form von Schweizer Volkstänzen, intoniert von den Musikerinnen Brigitta Barandun und Helene Schulthess. Im Seehof am Hornweg liest der Küsnachter Poet Andreas Moser aus seinen Gedichten und stellen gleichzeitig Mitglieder des Kunstvereins Artischock individuell gestaltete Kunstkarten im A5-Format zum Verkauf aus, deren Erlös an den Verein Guatemala Küsnacht geht.

Heimische Kulturschaffende

Das sind nur einige der zig Protagonisten, die über 30 Darbietungen an insgesamt 19 Schauplätzen im Dorfzentrum vorführen werden. Es sind hauptsächlich Küsnachter Kunstschaffende und einige Auswärtige aus allen Kultursparten, die sich zum Mitmachen begeistern liessen.

Die Idee zu diesem ab 18 Uhr startenden Anlass stammt von der Kulturellen Vereinigung Küsnacht (KVK). „Wir haben im Januar 2016 erstmals über die Möglichkeit einer Kulturnacht diskutiert», erzählt Vorstandsmitglied Martine Peyer. Sie war es dann auch, die den Anlass seither mit ihrer Vereinskollegin Ilka Allenspach und zusammen mit der Kuratorin des Ortsmuseums, Elisabeth Abgottspon sowie dem Mitglied der Schauspielgruppe Die Kulisse, Hans-Peter Fehr, in die Tat umgesetzt hat. Wobei Elisabeth Abgottspon einwendet, «dass wir zwar Kulturschaffende und kulturelle Institutionen für eine Beteiligung angefragt haben, diese aber ihr Programm selber zusammen stellen durften.»

64 Wegweiser

Das ehrenamtlich funktionierende OK-Team hat alle Beteiligungen minütiös koordiniert. Alle Veranstaltungsorte mit Angabe der Zeiten und Auftretenden sowie einer Übersichtskarte sind in das Programmheft eingeflossen. So finden ab 18 Uhr zu jeder vollen Stunde jeweils halbstündige Kulturhäppchen statt, wie Hans-Peter Fehr die kurzen und kostenlosen Veranstaltungen nennt, für die es keine Reservation braucht. Einfach hingehen, neugierig bleiben und mutig sich auf etwas Neues einlassen, heisst das Motto des OK. 64 Wegweiser helfen als Orientierung.

Was die Initianten völlig überraschte, war die breite und spontane Zustimmung der Angefragten. «Alle haben sogleich Feuer gefangen und wir haben jetzt schon Anfragen für eine zweite Kulturnacht von jenen, die erst spät davon erfahren haben und jetzt nicht dabei sind», berichtet Martine Peyer. Man hätte nie gedacht, heisst es unisono vom OK, dass das Angebot mit Konzerten, Gesang, Filmen, Führungen, Ausstellungen, Theater und Lesungen dieses Ausmass annehmen würde. Der 25-köpfige B-live Chor acappella hat sich als Bühne gar die Fussgängerunterführung Dorfstrasse ausgesucht.

Die Idee ist, verschiedene Orte zu bespielen und als Veranstaltungsort wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Wie eben das eingangs erwähnte Alterszentrum Wangensbach, wohin Unbeteiligte sich sonst kaum verlieren. Oder den Freihof, wo die Frau von Franz Hohler, die Psychologin Ursula Hohler, mit Mitarbeitenden der Sozialtherapie Freihof verrückte Geschichten aus dem ganz normalen Alltag erzählen und vorlesen wird. Oder etwa das Haus des Küsnachter Gelehrten C.G. Jung an der Seestrasse 228, das seine Pforten interessierten Besuchern für einmal öffnet. Bewusst hat sich das vierblättrige OK auf die Dauer einer Nacht festgelegt: «Wir wissen ja nicht, ob unser Vorhaben beim Publikum ankommt», meint Hans-Peter Fehr, der gerne auch Gäste aus den Nachbargemeinden und sogar aus Zürich in Küsnacht sehen würde.

Kulturnacht in Küsnacht vom Freitag, 29. September, beginnt um 18 Uhr und endet mit einer Überraschung für alle auf dem Gemeindehausplatz um 23.45 Uhr. www.kulturnacht.info

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