Kommentar

Küsnacht macht vorwärts

Regula Lienin zum Ausgang der Abstimmung in Küsnacht.

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Die Küsnachter Stimmberechtigten haben am Sonntag zweimal mehrheitlich Ja gestimmt. Mit diesen Entscheiden beenden sie die Diskussionen um zwei Themen, die in der Vergangenheit immer wieder aufs Tapet kamen. Und ganz bestimmt wieder gekommen wären, hätte ein Nein resultiert. Dass die Zeit reif war, einen Schritt vorwärts zu machen, zeigt die Totalrevision der Gemeindeordnung besonders deutlich. Umstritten waren einzelne Punkte, in der Kritik stand aber auch die Verknüpfung der Gemeindeordnung und der Einheitsgemeinde zu einer Vorlage.

Es ist erfreulich, dass sich diese Einwände nicht im Abstimmungsresultat widerspiegeln. Die Stimmberechtigten haben das grosse Ganze, die Einheitsgemeinde, nicht aus den Augen verloren. Sie haben der Tatsache Rechnung getragen, dass dieses Mal Schul- wie Politische Gemeinde hinter der Vorlage standen. Und sie haben erkannt, dass der Zeitplan mit den Wahlen im nächsten Frühling drängte.

Die perfekte Vorlage, die auf alle Bedürfnisse zugeschnitten ist, gibt es nicht. Aber es gibt die Möglichkeit, nachzubessern. Das gilt insbesondere für die Gemeindeordnung, die wohl in ein paar Jahren bereits teilrevidiert wird.

Auch die Vorlage für die Neugestaltung der SBB-Unterführung hatte ihre Schwachstellen. 9,1 Millionen Franken für einen hindernisfreien Zugang zum Perron und jeweils auf die Berg- und Seeseite sind viel Geld. Die Frage, ob es drei Rampen und drei Lifte braucht, war berechtigt. Trotzdem hat sich nun eine knappe Mehrheit für eine neue Unterführung ausgesprochen.

Gut möglich, dass die Befürworter nicht noch einmal jahrelang warten wollten. Und nicht noch einmal – zum x-ten Mal – über ein Geschäft diskutieren wollten, dessen Bedarf an sich unbestritten ist. Deshalb haben sie die Unterführung als grosses Ganzes im Auge behalten. Die Fraktion jener, die die Priorität bei den Ausgaben setzten, hatte für einmal das Nachsehen. Diese Niederlage dürfte angesichts des Nutzens für einen grossen Teil der Bevölkerung aber verkraftbar sein.

Erstellt: 27.11.2017, 09:16 Uhr

Regula Lienin, Leiterin Zürichsee-Zeitung, Ausgabe Meilen.

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