Küsnacht

Küsnacht feierte das neue Jahr

Der gestrige Neujahrsapéro der Gemeinde Küsnacht sorgte für eine gut besuchte Heslihalle. Bei der Verleihung des Gesellschaftspreises zeigte sich, aus welchem Umfeld besonders viele Anwesende kamen.

Strahlende Gesichter bei der Übergabe des Gesellschaftspreises:  Gemeinderätin Pia Guggenbühl und Gemeindepräsident  Markus Ernst (beide FDP) mit Mary Cirillo (Mitte), der Präsidentin des Samaritervereins Küsnacht.

Strahlende Gesichter bei der Übergabe des Gesellschaftspreises: Gemeinderätin Pia Guggenbühl und Gemeindepräsident Markus Ernst (beide FDP) mit Mary Cirillo (Mitte), der Präsidentin des Samaritervereins Küsnacht. Bild: Patrick Gutenberg

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Mit der Nacht auf gestern Sonntag hatte das Jahr intensiv begonnen – zumindest für den Küsnachter Dorfbäcker. Das zeigte sich am frühen Mittag in der Heslihalle. Königskuchen allenthalben empfingen da die Ankommenden. Und diese kamen denn auch nicht in geringer Zahl, belegten nach und nach die gut 400 Plätze in der Turnhalle. Der Grund hierfür war freilich nicht in erster Linie der Dreikönigstag, sondern der Neujahrsapéro der Gemeinde – traditionsgemäss findet dieser am ersten Sonntag des Jahres statt.

Zwar mussten sich die jungen und alten Küsnachter mit dem Genuss der Kuchen noch bis zum Ende der Veranstaltung gedulden. Aus den glänzend gebackenen Gebäcken mit ihren goldenen Kronen konnten sie sich aber schon mal eine Vorfreude auf das Später aufbauen. Allerdings: Nicht nur mit den Königskuchen allein, auch während des Fest­anlasses mit seinen Ansprachen und Preisverleihungen, Ehrungen und Musikeinlagen war die goldene Farbe Programm.

Eine von 49 Gemeinden

Das war am deutlichsten nach den einleitenden Worten von Gemeindepräsident Markus Ernst der Fall. In diesen hatte der FDP-Politiker einen kurzen Abriss gegeben, was das neue Jahr in politischer Hinsicht bereithalte: «Ein Superwahljahr.» Damit meinte er die Wahlen für Kantons-, Regierungs- und Nationalrat; Ämter, für die sich auch einige Küsnachter zur Verfügung stellen würden. Ernst unterliess es ferner, weder einen Seitenhieb auf SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr – die im alten Jahr mit ihrer Bemerkung zur angeblichen Trägheit der Seegemeinden für einen Sturm der Entrüstung daselbst gesorgt hatte – noch seiner Sorge über den weltpolitischen Zustand Ausdruck zu geben.

Danach aber, wie erwähnt, ging es golden weiter: Küsnacht durfte sich erneut als Energiestadt mit Gold-Label feiern. Dies als eine von nur gerade 49 Gemeinden in der ganzen Schweiz, wie Bruno Bebié feststellte. Als Vorstandsmitglied des Trägervereins Energiestadt überreichte er der Gemeinde – vertreten durch Gemeinderat Ueli Schlumpf (SVP) von der Energie- und Naturschutzkommission und dessen Vorgänger in dieser Funktion, Gemeinderat Martin Wyss (FDP) – die Auszeichnung. Das Gold-Label bedeutet, dass die Gemeinde Küsnacht mindestens 75 Prozent ihres energiepolitischen Potenzials ausnützt.

In diesem Zusammenhang gehe man auch die Sanierung der Kunsteisbahn (KEK) gemeinsam mit einem Berater an, der auf energetische Fragen von Eishallen spezialisiert sei, erklärte Schlumpf am Rande der Veranstaltung auf Nachfrage. Zu tun bleibt auch sonst nach wie vor einiges in diesem Bereich für die Gemeinde, mahnte Bebié doch, dass etwa noch immer 80 Prozent aller Gebäude in Küsnacht mit fossilen Brennstoffen beheizt würden. Er zeigte sich darum erfreut über die einstimmige Annahme des Energieprogramms der Gemeinde durch die Küsnachter im vergangenen Dezember.

Im Hintergrund im Einsatz

Die Farbe Gold zeigte sich weniger abstrakt, dafür umso optischer in den Instrumenten des Blechblasquartetts Fanfare terrible, das das Musikprogramm gestaltete. Zwei Posaunen, zwei Trompeten, gespielt von Musikern mit Bezug zu Küsnacht und Umgebung, zeigten ein Klangspektrum, das vom Barock bis zur Moderne reichte und die Anwesenden begeisterte.

Begeisterung und Jubel erfüllte die Halle auch bei der Vergabe des Gesellschaftspreises. Die alle zwei Jahre verliehene Auszeichnung ging an den ortsansässigen Samariterverein. Die sichtlich bewegte Präsidentin Mary Cirillo dankte für die mit 5000 Franken dotierte Wertschätzung. Dies umso mehr, da die Samariterwegen abnehmender Mitgliederzahl vor Herausforderungen stünden, wie auch Gemeinderätin Pia Guggenbühl (FDP) vom Ressort Gesellschaft in ihrer Laudatio zu bedenken gab. Guggenbühl zählte zudem eine ganze Reihe von Veranstaltungen in der Gemeinde auf, in deren Hintergrund die Samariter für Sicherheit und «unsere Gesundheit» sorgen würden, von der Chilbi über Sporttage bis zu «De schnällscht Küsnachter». Zehn Arbeitswochen pro Jahr stünden die Samariter im Dienst der Gemeinde, rechnete Guggenbühl vor. Um sich kurz darauf bei Königskuchen persönlich mit den Küsnachtern auszutauschen.

(Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 06.01.2019, 18:57 Uhr

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