Männedorf

Kürzlich eingeweihte Spielskulptur ist bereits gesperrt

Im Sommer wurde in Männedorf die Holzskulptur «Climbeside» eingeweiht. Das markante Objekt ist bereits Opfer seines eigenen Erfolgs geworden und derzeit gesperrt.

Die Holzskulptur am See kann zurzeit nicht benutzt werden. Allerdings fiel nur die Signalisation einem Vandalenakt zum Opfer.

Die Holzskulptur am See kann zurzeit nicht benutzt werden. Allerdings fiel nur die Signalisation einem Vandalenakt zum Opfer. Bild: PD/ Gerry Reinhardt

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Das Schild vor der Doppelhelix am Seeuferweg verheisst nichts Gutes: «Infolge Unfallgefahr gesperrt» steht da geschrieben. Rot-weisses Absperrband signalisiert Distanz. Was hat sich hier ereignet? Gemeindeschreiber Jürg Rothenberger gibt Entwarnung. «Es ist kein Unfall passiert.» Beim Montieren im Juli habe man entschieden, bis auf Weiteres auf das Einsetzen einer Mittelstange zu verzichten - mit der Option, dies später nachzuholen.

Inzwischen hat sich gezeigt: Die Holzskulptur in Form einer DNA-Kette ist beliebt und wird intensiv genutzt - als Spielfläche oder Sitzgelegenheit. Deshalb haben sich an einzelnen Stellen Spalte gebildet. Zeit also, die stabilisierende Mittelstange doch noch einzusetzen. Dies werde in den nächsten Tagen geschehen, sagt Rothenberger.

Aus einem Nachlass

Die 1200 Kilogramm schwere Climbeside, so der Name der Skulptur, wurde im Juli montiert. Geschaffen wurde sie vom in der Schweiz wohnhaften polnischen Künstler Norbert Roztocki aus nachhaltigem Accoya-Holz, das aus Norwegen stammt. Das Objekt mit der gewundenen Form ist eine Schenkung der verstorbenen Männedörflerin Verena Engeler. Sie hatte in ihrem Nachlass vermerkt, dass ein Beitrag von 147 000 Franken für Spielplätze und Objekte eingesetzt werden soll. Die Climbeside hat inklusive Montage 35 000 Franken gekostet und ist die bislang erste Anschaffung aus dem Nachlass.

Mitte Juli wurde die Climbeslide-Skulptur des Designers Norbert Roztocki bei der Spital-Haab in Männedorf installiert. Video: mst.

Ob die Skulptur, die auf der Wiese bei der Pfruenderhaab zwischen dem Jugendhaus und dem Fischerhüsli steht, an ihrem jetzigen Standort bleibt, wird sich erst noch definitiv klären müssen. Bei ihrer Montage im Sommer hiess es, man werde in einem Jahr schauen, ob sie sich dort bewähre. Ihre rege Nutzung jedenfalls lässt drauf schliessen, dass sie das an ihrem heutigen Standort tut.

Erstellt: 07.10.2019, 15:46 Uhr

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