Küsnacht

Klare Zustimmung zu drei sehr guten Abschlüssen

Die drei Jahresrechnungen wurden ohne grosse Diskussionen abgenommen.

Die Politische Gemeinde Küsnacht schliesst 2018 um 9,4 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

Die Politische Gemeinde Küsnacht schliesst 2018 um 9,4 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Bild: Archiv Michael Trost

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Wohl mancher hätte gestern Abend das Strandbad der Heslihalle vorgezogen. «Wir holen uns das Sträme wenigstens optisch in die Halle», sagte Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP) zum projizierten ersten Bild auf der Leinwand. Von Badestimmung war dann aber rasch nicht mehr viel zu spüren. Immerhin 98 Stimmberechtigte waren gekommen, um die drei Jahresrechnungen abzunehmen. Sie taten es jeweils praktisch einstimmig.

Viel besser als erwartet

Finanzvorsteher Martin Schneider (SVP) präsentierte zum ersten Mal einen Rechnungsabschluss und konnte frohlocken: Mit Investitionen, die vollständig gedeckt werden konnten, oder mit einer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesteigerten Steuerkraft. Aber: «Es ist ein gutes Ergebnis, das nicht ganz den Tatsachen entspricht», sagte er mit Verweis auf den Finanzausgleich. Der Rechnungsabschluss, ein Plus von 11,6 Millionen Franken, wäre mit der periodengerechten Verbuchung des Finanzausgleichs schlechter ausgefallen.

«Wir haben auch einen sehr guten Abschluss machen können», sagte ein zufriedener Schulpräsident Klemens Empting (FDP). Die letzte separate Jahresrechnung der Schulgemeinde schliesst mit einem Plus von 10,7 Millionen Franken. Per 30. Juni 2018 wurde die Schulgemeinde mit der Bildung der Einheitsgemeinde in die Politische Gemeinde integriert, das erste gemeinsame Budget wird diesen Herbst vorgelegt. Gegenüber dem Voranschlag schliesst die Schule 2018 um 9,7 Millionen Franken besser ab.

Augenmerk auf Steuerfuss

Der Präsident der Rechnungsprüfungskommission, David Doneda (FDP), empfahl beide Rechnungen zur Annahme. Und strich bei der Politischen Gemeinde hervor, dass der Gesamtaufwand um 1,6 Millionen Franken gesunken ist. «Die RPK darf dem Gemeinderat Budgetdisziplin attestieren», sagte er. Zudem verwies er auf den starken Anstieg der Steuerkraft im Dreijahresvergleich. Die gute finanzielle Verfassung zeige sich auch im steigenden Nettovermögen. Die Stellungnahme zur Schule klang ähnlich. Für beide Gemeinden kündigte Doneda an, dass die RPK ein spezielles Augenmerk auf den Steuerfuss legen werde und eine Senkung prüfe.

Die positiven Rechnungsabschlüsse hatten zwei kritische Voten zur Streichung einzelner Angebote zur Folge. Die Rede war unter anderem von der Schliessung der Dörranlage, weniger Kulturanlässen und der Streichung des Klassenmusizierens – wobei es sich bei Letzterem um ein Missverständnis handelte. Markus Ernst sprach davon, dass es dazu gehöre, gelegentlich Bestehendes zu überprüfen und bei geringer Nachfrage aufzugeben. Am Schluss wurden noch der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung Netzanstalt Küsnacht abgenommen.

Erstellt: 24.06.2019, 23:18 Uhr

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