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Beschwerde gegen die ZSG ist Egoismus

Philippa Schmidt zur Tatsache, dass die Kursschiffe auf dem Zürichsee beim An-und Ablegen nicht mehr hornen dürfen.

Wenn die Schiffe der Zürichsee- Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) eine Station anlaufen und wieder ablegen, betätigen sie ihr Horn – oder haben das zumindest bis anhin so gemacht. Dass ein Anwohner nun mit einer Beschwerde die ZSG-Schiffe zum Verstummen gebracht hat, wirft hohe Wellen der Entrüstung. Doch streng genommen hat er recht: Sogenannte Schallzeichen dürfen Schiffe nämlich gemäss Binnenschifffahrtsgesetz nur in ganz bestimmten Situationen abgeben, etwa wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind. Beim An- und Ablegen ist das Signal hingegen nicht vorgesehen. Das Bundesamt für Verkehr schreibt nun in einer Stellungnahme zum Hupverbot auf dem Zürichsee, dass das Hornen beim An- und Ablegen zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen bei anderen Seebenutzern führen könnte.

Diese Einschätzung mutet realitätsfern, ja geradezu grotesk an, da jeder Bootsfahrer auf dem Zürichsee diese Eigenart der ZSG-Schiffe kennt und entsprechend einordnen kann. Und selbst wenn der eine oder andere Motorbootsführer oder Segler durch das Hornen aufgeschreckt würde, die Kursschiffe der ZSG haben sowieso Vorfahrt: Ein Schallzeichen zu viel nützt eher, als dass es schadet. Ich zumindest bin froh, wenn ich die ZSG-Schiffe frühzeitig bemerke, ganz egal ob ich auf meinem Stand-up-Paddle-Board unterwegs oder am Segeln bin.

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