Männedorf

Kino Wildenmann bricht Rekorde

Trotz gutem Halbjahr: Ohne Subventionen und Gönner könnte das einzige Kino am rechten Seeufer nicht überleben.

Das Studiokino am rechten Zürichseeufer: Das Kino Wildenmann in Männedorf.

Das Studiokino am rechten Zürichseeufer: Das Kino Wildenmann in Männedorf. Bild: André Springer

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Seit November 2018 geht es bergauf. Für mehrere Monate hat das Männedörfler Kino Wildenmann die Besucherrekorde gebrochen – so zum Beispiel im Februar, März oder Mai. Im Januar erreichte das Männedörfler Kino sogar den Allzeit-Zuschauerrekord: 1701 Besucher. Das entspricht einer Auslastungsquote von durchschnittlich 67,5 Prozent.

Für diese Zahlen gibt es mehrere Gründe, wie Geschäftsführerin Denise Abderhalden erklärt: «Einerseits hatten wir mit ‹Wolkenbruch› und ‹Zwingli› in den Wintermonaten hervorragende Schweizer Filme.» Aber auch mit internationalen Filmen hätten sie Glück gehabt: Im Frühling etwa waren‹Bohemian Rhapsody› und ‹Green Book› die Zugpferde. «Andererseits haben wir mehr Werbung gemacht.» So sei das Kino vermehrt auf Social Media aktiv gewesen.

Idealer Standort

Das Kino Wildenmann ist das letzte verbliebene Kino im Bezirk Meilen. Nicht zuletzt geschuldet sei diese Tatsache dem Standort Männedorf, sagt Abderhalden. «Nur um einen Film zu schauen, wollen viele Leute nicht mehr nach Zürich oder Rapperswil.» In Zollikon hätte ein Kleinkino jedoch viel stärker mit der Konkurrenz der Zürcher Kinokomplexe zu kämpfen. Männedorf und die umliegenden Gemeinden unterstützen das Kino jedoch auch finanziell. Neu konnte das Wildenmann auch eine Zusammenarbeit mit der Schule vereinbaren. «Während der Schulzeiten können sich Schulklassen Filme bei uns ansehen», sagt Abderhalden. Es seien solche Angebote, die von der Bevölkerung geschätzt würden. Neu wird deshalb auch eine Ladies Night eingeführt. Und jeden Monat kommt ein Regisseur oder eine Filmcrew und spricht nach der Vorstellung mit dem Publikum.

Das Kino musste in den vergangenen Monaten auch Investitionen tätigen. Es wurde unter anderem ein neuer Server angeschafft. «Man spürt, dass unser Kino 20 Jahre alt ist», sagt Abderhalden. Um Ende Jahr auf einer schwarzen Null zu landen, müssten auf das hervorragende erste Halbjahr auch ein ebenso guter Herbst und Winter folgen.

Erstellt: 30.08.2019, 10:29 Uhr

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